Abgeschlossene Projekte
EU
- Gefördert durch: EU
- Laufzeit: 01.09.2021 - 31.08.2023
- Projektkontakt: Bernhard Bauer
- Zum Projekt
Das Projekt wird über ein H2020-MSCA Individual Fellowship finanziert. Die zentrale Forschungsfrage bezieht sich auf die Genese der vernakulären frühmittelalterlichen keltischsprachigen Glossen: Sind die Glossen Originale oder Übersetzungen ursprünglich lateinischer Glossen? Um Antwort(en) auf diese Frage zu finden, wird eine Fallstudie an den keltischen und lateinischen Glossen der Handschrift Vienna, Österreichische Nationalbibliothek, Codex 15298 (olim Suppl. 2698) durchgeführt. Die beiden Hauptziele des Projekts sind:
- eine umfassende digitale Edition des Wiener Beda mit allen Glossen und dem Hauptext und
- ein interdisziplinäres theoretisches Framework um frühmittelalterliche (Parallel-)Glossen analysieren zu können, welches Methoden der digitalen Geisteswissenschaften, Philologie und Linguistik beinhalten wird.
- Gefördert durch: EU
- Laufzeit: 02.10.2023 - 01.10.2025
- Projektkontakt: Georg Vogeler
- Beteiligte Person: Chiara Zuanni
Das Projekt untersucht, wie sich der Prozess der Digitalisierung des kulturellen Erbes (DCH), der auf einer diskursiven Ebene identifiziert wurde, in zwei Arten von Settings manifestiert: institutionell (Museen) und aktivistisch (bürgergeführte Initiativen). Das Hauptziel des Projekts ist es, die Pluralität der diskursiven Praktiken der Digitalisierung des kulturellen Erbes in den genannten Bereichen zu untersuchen, die Innovationskraft, die Diskrepanzen und die Spannungen in diesen Praktiken sowie die Fähigkeit der Digitalisierung des kulturellen Erbes, Bürgerinnen und Bürger zu mobilisieren und kritisch einzubinden, um den Raum für einen interkulturellen Dialog zu öffnen. Es handelt sich um ein Projekt mit einer vergleichenden Dimension auf zwei Ebenen: Es vergleicht die institutionellen mit den nicht-institutionellen Praktiken der DCH, aber auch die Erfahrungen von zwei Städten, Novi Sad (Serbien) und Graz (Österreich). Sie haben zum Teil eine gemeinsame Geschichte, Kultur und ein gemeinsames Erbe. Im zeitgenössischen Rahmen zielt der Vergleich darauf ab, die sozialen und kulturellen Erfahrungen der Städte zu beleuchten, von denen eine zu den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gehört und die andere sich im Prozess der Europäisierung befindet. Es handelt sich auch um eine interdisziplinäre Forschung, die die Grenzen der Sozialwissenschaften zwischen Soziologie, Heritage Studies und Digital Humanities überschreitet und bisher vernachlässigte Aspekte des Prozesses der Digitalisierung des kulturellen Erbes in den Vordergrund rückt.
- Projektleitung an der Universität Graz:
- Ass. Prof. PhD Chiara Zuanni (Institut für Digitale Geisteswissenschaften)
- Ass. Prof. Mag. Dr. Wolfgang Fischer (Institut für Geographie und Raumforschung)
- Projektlaufzeit: 1.März 2021 - 29. Februar 2024
Horizon 2020 Projekt ReInHerit
Redefining the Future of Cultural Heritage, through a disruptive model of sustainability
Das Horizon 2020 Projekt “ReInHerit” hat es sich zur Aufgabe gemacht, die vielfältigen Herausforderungen des europäischen Kulturerbesektors - von Klimaschutz und Nachhaltigkeit über Fragen zu Digitalisierungsprozessen und Publikumsreichweite (die vor allem mit Beginn der Covid-19 Pandemie neu an Aktualität gewannen) bis hin zu fehlender Kommunikation und mangelhaften Austauschmöglichkeiten zwischen den Akteur:innen des Kulturerbesektors (Museen, Kulturerbemanagement und -politik, Tourismus, Publikum) - zu adressieren und Lösungen zu erarbeiten.
Ziel ist es dabei, ein nachhaltiges digitales Netzwerk für Kulturerbe zu schaffen. Die im Rahmen des Projekts entwickelten Werkzeuge und Forschungsergebnisse werden in einem Digital Hub präsentiert. Dieser Digital Hub soll Kulturerbeinstitutionen und -stätten EU-weit miteinander vernetzen, sämtlichen Akteur:innen einen Platz des Austausches, der Kooperation und der Kommunikation bieten sowie nützliche Tools und Guidelines (bspw.: zu Ausbildungszwecken, für den Tourismusbereich oder zur Erhaltung und Bewahrung von Kulturerbe) bereitstellen.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich ein internationales Team bestehend aus 12 Projektpartnern aus 7 EU-Ländern, mit der “Bank of Cyprus Cultural Foundation” als Projekt-Leadpartner, zusammengeschlossen. Zu diesem Team zählt auch das Institut für Digitale Geisteswissenschaften, das gemeinsam mit dem Institut für Geographie und Raumforschung für die Entwicklung des Digital Hub verantwortlich sein wird.
Eckdaten zum Projekt:
- Projekt-Lead: Bank of Cyprus Cultural Foundation - BoCCF (CYP)
- Projektpartner:
- Arte Sostenible (ESP)
- UNIFI-MICC (ITA)
- ECTN (BEL)
- University of Nicosia - School of Law (CYP)
- Materahub (ITA)
- Museum of Cycladic Art (GRC)
- Universität Graz, mit dem Institut für Digitale Geisteswissenschaften und Institut für Geographie und Raumforschung (AT)
- CYENS (CYP)
- BLUE SHIELD (GRC)
- ARCADA (FIN)
- Stadtmuseum Graz - GrazMuseum (AT)
Weitere Information zum Projekt finden Sie auf der Projekt-Webseite.
- Gefördert durch: Erasmus+
- Laufzeit: 2018-2021
- Projektkontakt: Chiara Zuanni
Das Projekt zielt darauf ab, ein nachhaltiges und effizientes Bildungsprogramm zu schaffen, das für erwachsene Lernende mit geringen digitalen Fähigkeiten und geringqualifizierten Erwachsenen im Bereich der Kreativwirtschaft aus Rumänien, Italien, Österreich, Dänemark, Litauen, dem Vereinigten Königreich und Irland bestimmt ist.
Das ZIM – ACDH ist seit Herbst 2013 Partner im internationalen Doktorandenprogramm DiXiT. DiXiT ist ein internationales Netzwerk von öffentlichen und privaten Forschungsinstitutionen, die sich grundlegend an der Erstellung und Publikation von digitalen Editionen beteiligen. Die Finanzierung erfolgt über die Marie Curie Actions im 7. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission und läuft von September 2013 bis August 2017.
Die 28 Partner aus ganz Europa erforschen die Auswirkungen der Digitalisierung auf die wissenschaftliche Ausgabe von historischen Texten. Es zielt darauf, der nächsten Forschergeneration das nötige Grundverständnis für die Probleme und Potentiale des Einsatzes von modernen Informationstechnologien auf die kritische Dokumentation und kommentierte Wiedergabe von Texten aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen zu vermitteln. Das Programm liegt damit ganz im Forschungsschwerpunkt des ZIM, das aus seinen unterschiedlichen Editionsprojekten Kompetenz einbringen kann.
Kern des Programms bilden Doktoratsstellen, die an zehn im Bereich der digitalen Edition führenden Institutionen angesiedelt sind und ihre Studierenden in gemeinsamen Lehrveranstaltungen und im Austausch untereinander betreuen. Das an der Universität Graz angesiedelte Doktoratsprojekt beschäftigt sich mit der Frage, wie im Rahmen der digitalen Edition auch paläographische Forschungen ermöglicht werden, z.B. in Text-Bild-Verknüpfungswerkzeugen und in der Entwicklung eines Paläographie und Editorik gemeinsamen Modells zur Transkription und Handschriftenbeschreibung. Zusätzlich wird eine einjährige Post-Doc-Stelle einen Vorschlag erarbeiten, wie eingeführte kanonische Referenzsysteme von Texten und digitale persistente Identifikatoren miteinander verwoben werden können. Das ZIM wird im Rahmen des Projektes auch eine Schulung zur Anwendung der TEI für die Digitale Edition organisieren und Lehreinheiten zur Digitalen Archivierung und zu Metadatenschemata unterrichten.
Mehr Informationen finden Sie auf der Projektseite oder auf dem Gemeinschaftsblog der DiXiT-Fellows.
Projektkontakt: Georg Vogeler
The project activities are tailored to specifically meet the target of audience development and professionalization and facilitate the mutual relationship between archives and archivists and the general public across the population stratum. Partial aim behind the project is to offer a barrier-free and easily accessible doorway to the opportunities of the Digital Age in the archival sector and empower the general public to actively make use of these possibilities and thereby take part in creating and exploring shared European history. Furthermore, it is envisioned to encourage sustainable growth of the digital archival landscape, advance the qualification of young professionals by providing material for teaching purposes, sponsored internships for students, various creative competitions for pupils, students and latterly the general public audience and therewith eventually advocate social solidarity. To this end the online archival database Monasterium.net will be enhanced through additional technical and Web 2.0 features in order to meet demands of audiences with special needs as well as actively promote and facilitate community involvement. Additionally, the implementation of innovative approaches towards citizen participation (festival, “Bring your history”-days – Topotheque, MOMathons, MOMschools) will reciprocally engage the public community with the archival world and in the long run create an intertwined, heterogeneous living community.
All activities within this project serve to reach the final goal of reaching out to the general European population and build sustainable bridges between archives and the public community. Ultimately, the development of a manifold audience, historical awareness on a European level, voluntary corporate citizenship, and openings for life-long-learning and intercultural dialogue will be encouraged. The fusing of these addressed parties by the means of this project’s integral activities will elucid and detail our shared European history and energise international understanding.
The Department of Digital Humanities is engaged in this project with activities in the field of legal issues and software development.
Contact: Georg Vogeler and Walter Scholger
International
- Gefördert durch: fwf (I 3614 Internationale Projekte), ANR
- Laufzeit: 2018-2021
- Projektkontakt: Helmut W. Klug
Die kulinarische Tradition ist eine der prägendsten Elemente der europäischen Kultur, und sie stellt einen großen Teil der nationalen Identitäten dar. Das Mittelalter und die in dieser Zeit aufgeschriebenen Kochrezepte können als die Wiege der modernen europäischen Küche angesehen werden. Das vorliegende Projekt zielt darauf ab, die interkulturelle Forschung der mittelalterlichen Kochrezepte und deren Wechselbeziehung mithilfe eines interdisziplinären Ansatzes zu verwirklichen. Das Projekt nimmt die Kochrezeptüberlieferung von Frankreich und den deutschsprachigen Ländern, die mehr als 80 Manuskripte und ca. 8000 Rezepte umfasst, auf, und untersucht sie in Hinblick auf ihre Herkunft, ihre Beziehung untereinander und ihre Migration durch Europa. Die Partner, das Laboratoire CESR (Centre d’Etudes Supérieures de la Renaissance) der Universität Tours, das Institut für Digitale Geisteswissenschaften und der Fachbereich Germanistische Mediävistik an der Universität Graz, werden diese mehrsprachigen Texte nach modernen Standards aufarbeiten und sie mit aktuellen quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden untersuchen.
Details entnehmen Sie dem vom ANR genehmigten Projektantrag.
- Gefördert durch: Kultusministerium Serbien
- Laufzeit: 01.01.2025 - 30.06.2026
- Projektleiter: Zarko Vujosevic
- Laufzeit: 01.01.2020 - 31.12.2023
- Projektleiter: Georg Vogeler
- beteiligt: Christopher Pollin
Die University of Virginia (UVA) ist seit langem der führende institutionelle Anbieter für die Bearbeitung von Dokumentditionen in den Vereinigten Staaten. Zwei der wichtigsten Nachlässe der Gründungsväter (George Washington und James Madison(, haben seit Jahrzehnten ihren Platz in der Alderman Library der Universität gefunden. Ebenso betreut die Stanford University (Stanford) den Nachlass von Martin Luther King, Jr., dessen Aufbereitung eines der wenigen großen Forschungsvorhaben, das sich auf einen Afroamerikaner konzentriert. Sowohl UVA als auch Stanford waren an vorderster Front bei der digitalen Bearbeitung und Veröffentlichung sowie in den digitalen Geisteswissenschaften tätig. Viele der Werkzeuge, Workflows, Methoden, Publikationsstrategien und Fachkenntnisse, die das in dokumentarischen und kritischen Editionen vertretene intellektuelle Kapital für Wissenschaftler, Studenten und die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben, sind an den beiden Institutionen angestoßen worden. Durch die Aufnahme der Digital Edition Publishing Cooperative for Historical Accounts (DEPCHA) nutzt die vorgeschlagene Kooperative Verbindungen zur internationalen Gemeinschaft digitaler Geisteswissenschaftler, die sich auf Linked Open Data und die Schaffung von Ontologien für den Austausch geisteswissenschaftlicher Daten im Semantic Web konzentrieren. DEPCHA hat den Wissenstransfer über Markup- und Publikationsformate für digitale Ausgaben historischer Rechnungslegungsdokumente zwischen US-amerikanischen und europäischen Wissenschaftlern und Technologen gefördert und tauscht dabei technisches Know-how aus, das am Zentrum für Informationsmodellierung-ZIM, Österreichisches Zentrum für Digitale Geisteswissenschaften, an der Universität Graz entwickelt wurde: das Geisteswissenschaftliche Asset Management System-GAMS. Diese Zusammenarbeit bündelt daher umfangreiche Erfahrung und Expertise, um die kritischen Themen, Herausforderungen und Möglichkeiten anzugehen, mit denen der Bereich der Dokumentationsbearbeitung derzeit konfrontiert ist: 1) das Fehlen zugänglicher und robuster digitaler Redaktions- und Publikationsplattformen; 2) die Fragen der Standardisierung versus Anpassung, sowohl innerhalb des Redaktionsprozesses als auch integriert in technische Systeme; 3) die Notwendigkeit vielfältiger Publikationsergebnisse; und 4) das immense Potenzial für Entdeckerfähigkeit, verbesserte Zugänglichkeit und Erweiterung des Publikums. Um auf diese Herausforderungen und Möglichkeiten zu reagieren, wird die University of Virginia/Stanford University Digital Publishing Cooperative (Cooperative) die notwendige Infrastruktur aufbauen, um die Konzeption, Entwicklung, Veröffentlichung, Entdeckung, Bewahrung und Nachhaltigkeit digitaler Ausgaben und Projekte zu erleichtern und zu unterstützen. Damit wird diese Genossenschaft die dokumentarische Bearbeitung in Form und Inhalt verändern, indem sie eine Infrastruktur entwickelt, die die digitale Bearbeitung und Veröffentlichung für eine größere Gemeinschaft von Projekten zugänglich macht. Darüber hinaus werden digitale Publikationen (sowohl eigenständige als auch föderierte) aus kooperativen Projekten verschiedene Zugangs- und Entdeckungsmöglichkeiten bieten, unser Verständnis von Geschichte verbessern und die wissenschaftliche Forschung voranbringen. Bis zum Ende der Umsetzung wird sich die Genossenschaft entwickelt haben: 1) menschliche, technische und institutionelle Infrastruktur zur Unterstützung aller Aspekte der digitalen Veröffentlichung; 2) eine kooperative Website; 3) Prozesse zur Bewertung und Einbindung zusätzlicher Projekte; 4) ein umfassendes, flexibles, erweiterbares System, das alle Phasen der redaktionellen Arbeit unterstützt und Arbeitsabläufe fördert; 5) drei digitale Publikationspipelines; und 6) ein Geschäftsmodell zur Unterstützung der Kooperative nach Ablauf der Förderperiode.
- In Kooperation mit dem Stadtarchiv Regensburg
- Laufzeit: 2011 -2013
- Projektkontakt: Elisabeth Steiner
Für das Abschlussprojekt des ersten EuroMACHS-Jahrganges konnte das Stadtarchiv Regensburg als Partner gewonnen werden. Der dort liegende Bestand der Regensburger Wappen- und Porträtbücher wurde als Webrepräsentation zugänglich gemacht und gleichzeitig langzeitarchiviert. Einer der 12 Bände konnte als digitale Edition realisiert werden, der restliche Bestand ist als Faksimile abrufbar.
- In Kooperation mit dem Institut für Geschichte
- Gefördert durch: FWF (I 3446) (Internationales, Joint Projects)
- Laufzeit: 2018-2021
- Projektkontakt: Roman Bleier
Das Projekt vervollständigt das Editionsprojekt “Reichstagsakten: Reichsversammlungen, 1556–1662”, das von der Historischen Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften initiiert wurde. Seit 1988 betreut diese Unternehmung die Edition von historischen Quellen zu elf kaiserlichen Versammlungen, die in 15 Teilbänden herausgegeben wurden. Das gegenwärtige Projekt hat zum Ziel, die Akten zum Regensburger Reichstag von 1576 elektronisch zu erschließen, mit Metadaten anzureichern und die Forschungsdaten in Form einer Digitalen Edition zugänglich zu machen. Die Auszeichnung und beschreibende Anreicherung der Transkriptionen mit XML/TEI garantiert nicht nur die Langzeitverfügbarkeit der Forschungsdaten, sondern ermöglicht auch die Anknüpfung an strukturierte Ressourcen auf Basis von RDF und Ontologien sowie den Export hochstrukturierter Daten.
- Laufzeit: 01.12.2020 - 30.11.2021
- Projektkontakt: Chiara Zuanni
Das Projekt konzentriert sich auf die Praktiken beim Sammeln, Kuratieren, Bewahren und Interpretieren von Objekten und Erinnerungen an die Pandemie. Das Projekt wird Online-Veranstaltungen organisieren; Workshops mit Grazer Kulturinstitutionen; Durchführung einer Umfrage und qualitativen Untersuchung bestehender Sammlungen; Entwicklung eines Archivs europäischer COVID-19-Sammlungen; Experimentieren mit digitalen Kurations-, Aufbewahrungs- und Interpretationsmöglichkeiten für dieses Material. und einen Thesaurus und Reconciliation Service entwickeln.
- Gefördert durch: The Andrew W. Mellon Foundation and Wheaton College Massachusetts
- Laufzeit: 2017-2023
- Projektkontakt: Christopher Pollin
Gefördert durch The Andrew W. Mellon Foundation und koordiniert durch das Wheaton College Massachusetts handelt es sich bei DEPCHA um eine Kooperation des Instituts für Digitale Geisteswissenschaften mit Partnern aus den USA zur semantischen Anreicherung digitaler Editionen von historischen Rechnungsbüchern, die einem breiten Fachpublikum zugänglich gemacht werden sollen. Daten - aus unterschiedlichen Formaten - sollen auf einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt werden und adäquate Formen des Retrievals, Discoverys und der Visualisierung eröffnen, um die Arbeit mit den Quellen zu erleichtern. Die Überführung nach RDF auf Basis der Bookkeeping-Ontologie, die Transferprozesse historischer Rechnungsbücher formalisiert, erlaubt die Interoperabilität, Verlinkung und Zusammenführung der Informationen im Sinne von Linked Open Data.
- Gefördert durch: FWF (Internationales, Joint Projects)
- Laufzeit: 01.03.2020 - 29.02.2024
- Projektkontakt: Georg Vogeler, Niklas Tscherne, Johannes Laroche
BeCore ist eine vergleichende Studie über die textlichen und grafischen Zeichen von Autorität und Beglaubigung in mittelalterlichen Urkunden. Sie baut auf den Ressourcen von Monasterium auf, einem Protal zur Publikation und Edition von mehr als 600 000 Urkunden aus ganz Europa, von denen etwa 270 000 mit Bildern der Originaldokumente verknüpft sind. Das Projekt wird neue Korpora in Monasterium integrieren und Werkzeuge zur halbautomatischen Indexierung und Suche in Bildern von handschriftlichen Texten sowie von grafischen und ornamentalen Zeichen implementieren. Sie basieren auf den Ergebnissen früherer Projekte, die sich derzeit in der Endphase befinden (Projekte ORIFLAMMS, ANR-12-CORP-0010 und HIMANIS, Europäisches Projekt Heritage plus, FWF-Illuminierte Urkunden). Damit wird ermöglich, der Zeichen von Herrschaft und Autorität entlang mehrerer Forschungslinien zu untersuchen: die Zeichen selbst, die Verbreitung von Modellen und die Beziehungen zwischen grafischen und textuellen Zeichen.
- Gefördert durch: internationale Organisation
- Laufzeit: 05.06.2020 - 31.12.2020
- Projektleiter: Roman Bleier
- beteiligt: Georg Vogeler
Das Projekt NERDPool entwickelt eine Sammlung von Goldstandard-Annotationen für das Training von zeit- und genrebezogenen NER(Named Entity Recognition)-Modellen für deutsche Texte. Dabei wird werden bereits existierende Korpora, die es bereits am ZIM, am ACDH der ÖAW und der UIBK gibt, verwendet. Durch die Bereitstellung von Goldstandard-Sammlungen, Muster-NER-Modellen, Dokumentation und Trainingsmaterialien für die Ausbildung historischer deutscher NER-Modelle wird NERDPool einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Gemeinschaft leisten.
- Gefördert durch: Roehampton University und British Academy
- Laufzeit: 2018-2019
- Projektkontakt: Georg Vogeler und Jakob Sonnberger
Hearth Tax Digital ist eine Plattform zur Veröffentlichung der Daten aus den Englischen Herdstättensteuern vom Ende des 17. Jahrhunderts. Diese Herdstättensteuern sind in England und Wales zwischen 1662 und 1689 erhoben worden und liefern eine unvergleich gute Dokumentation zur Bevölkerung und Vermögensverteilung in einer Schlüsselphase der englischen Geschichte. Das "Hearth Tax Digital" Projekt ist Ergebnis einer Kooperation mit dem Centre for Hearth Tax Research (University of Roehampton, UK) und ist von der British Academy finanziert.
- Gefördert durch: Getty Foundation
- Laufzeit: 2018-2019
- Projektkontakt: Chiara Zuanni
Dieses Projekt zielt auf die Erkundung neuer Anwendungen digitaler Methoden in der digitalen Kunstgeschichte mit einem Fokus auf die "spatial narratives" von Objekten. Durch die Verwendung klassischer Kunst als Fallstudie und die Konzentration auf die Themen "Geografien, Provenienz und Visualisierung" untersucht das Projekt, wie Linked Open Data die digitale Kunstgeschichtsforschung weiter vorantreiben kann.
- Gefördert durch: Digital Humanities Award der National Endowment for the Humanities und Deutsche Forschungsgemeinschaft
- Projektkontakt: Georg Vogeler
Gefördert durch den Digital Humanities Award der National Endowment for the Humanities und der Deutschen Forschungsgemeinschaft handelt es sich bei MEDEA um eine Kooperation des ZIM mit Partnern aus den USA zur semantischen Anreicherung digitaler Editionen von historischen Rechnungsbüchern, die einem breiten Fachpublikum zugänglich gemacht werden sollen. Daten - aus unterschiedlichen Formaten - sollen auf einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt werden und adäquate Formen des Retrievals, Discoverys und der Visualisierung bieten, die die Arbeit mit den Materialien erleichtern. Die Überführung nach RDF auf Basis der Bookkeeping-Ontologie, die Transferprozesse historischer Rechnungsbücher formalisiert, erlaubt die Interoperabilität, Verlinkung und Zusammenführung der Informationen.
- In Kooperation mit dem Departement Geschichte der Universität Basel
- Laufzeit: 2016
- Projektkontakt: Christopher Pollin
Die digitale Edition des Basler Urfehdebuchs X umfasst Urfehdeeinträge der Stadt Basel aus den Jahren 1563 bis 1569. Die Urfehde beschreibt ein Mittel mittelalterlichen Rechts und bedeutet den beeideten Fehdeverzicht. In Zusammenarbeit mit dem Departement Geschichte der Universität Basel entstand ein in TEI kodiertes Quellenkorpus, das spezifische Möglichkeiten zur Auswertung über Suchfunktion auf Basis eines RDF-Datenmodells, die Verschlagwortung mittels verschiedener, relevanter Kategorien und einen „Datenkorb“, der die Auswahl einzelner Urfehden erlaubt, bietet.
- In Kooperation mit dem Seminar für Nahoststudien der Universität Basel
- Laufzeit: 2014-2016
- Projektkontakt: Martina Scholger, Johannes Stigler
Sarajevo, Istanbul, Belgrad, Ankara: Vier Städte im Königreich Jugoslawien und der Republik Türkei, die einst zum Osmanischen Reich gehörten. Das Projekt untersucht die sozialen, kulturellen, politischen und urbanen Entwicklungen dieser vier Städte durch die Linse der lokalen Pressefotografen, die bei den großen Tageszeitungen wie „Politika“ und „Cumhuriyet“ als Folge der visuellen Revolution in der Region, ausgelöst durch die Balkankriege und den Ersten Weltkrieg, beschäftigt waren.
Das Material erweitert das Onlineportal “Visual Archive Southeastern Europe”, das historische und zeitgenössische visuelle Materialien von Südosteuropa versammelt. Das Projekt entsteht in Kooperation mit dem Seminar für Nahoststudien der Universität Basel und wird vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert.
- In Kooperation mit dem Department Geschichte der Universität Basel
- Laufzeit: 2013-2016
- Projektkontakt: Georg Vogeler
Prof. Susanna Burghartz arbeitet an der Edition der Basler Jahrrechnungen des 16. Jahrhunderts, einer besonders reichen Quelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Stadt Basel. Aufbauend auf den Vorarbeiten von Georg Vogeler zur digitalen Edition von Rechnungen wird im Rahmen des Kooperationsprojekts eine semantisch angereicherte Transkription erstellt. Sie wird im Infrastrukturprojekt GAMS gehostet und um Funktionalitäten erweitert, die die Rechnungen sowohl als Texte wie als numerisch auswertbare Buchungen verarbeitbar machen.
- In Kooperation mit den Universitäten Graz und Basel
- Laufzeit: 2011 -2016
- Projektkontakt: Martina Scholger
Das Hauptziel des Visuellen Archivs der Südosteuropäischen Geschichte und Anthropologie des Instituts für Geschichte ist es, historisches und gegenwärtiges Bildmaterial über das südöstliche Europa zu sammeln. VASE möchte auf das Visuelle als Primärquelle aufmerksam machen, visuelle Studien als Technik und Methode aufwerten und somit die primär textbasierte historisch-anthropologische Forschung bereichern. Indem es verschiedene Bildformen - beispielsweise Fotos, Postkarten und Landkarten - bereitstellt, zielt VASE auch auf eine kritische Reflexion der (Eigen-) Bilder über das südöstliche Europa sowohl in der akademischen Gemeinschaft als auch in der Gesellschaft insgesamt ab.
National
- Projektkontakt: Elisabeth Steiner
Als Teilprojekt von "Kulturerbe Digital" wurden als letzte ausständige Teile die Werkmanuskripte und Fotosammlungen aus dem Hugo Schuchardt Nachlass digitalisiert und publiziert. Die Werkmanuskripte aus dem Nachlass von Hugo Schuchardt, die sich in den Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Graz befinden, umfassen eine große Menge an verschiedenem Material. Dieses Material beinhaltet u.a. handschriftliche und gedruckte Dokumente wie Kladden, Notizen, Druckfahnen, Entwürfe, Fotos und Zeitungsausschnitte. Die Sammlungen beinhalten vor allem Fotografien (teilweise von Hugo Schuchardt selbst auf seinen Reisen erstellt) und einige Postkarten. Die Metadaten werden an Kulturpool.at und Europeana.eu geliefert.
- In Kooperation mit der Universität Klagenfurt und dem Musil Institut für Literaturforschung
- Gefördert durch: FWF
- Laufzeit: Okt. 2022- April 2024
- Kontakt: Maximilian Vogeltanz und Helmut Klug (Universitätsbibliothek)
Das Projekt erarbeitet eine digitale gentische Edition von Werner Koflers Prosa "Am Schreibtisch" und erforscht die auditiven und auralen Komponenten des Schreibprozesses.
- Gefördert durch: FWF
- Laufzeit: 01.08.2020 - 28.02.2025
- Projektleiter: Georg Vogeler
Illuminierte Urkunden, d.h. schriftliche Rechtsakte mit Elementen der künstlerischen Gestaltung, haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Basierend auf den Erfahrungen zweier vorangegangener interdisziplinärer Projekte möchte der Antragsteller die Entwicklung französischer Leuchtdokumente im Mittelalter mit besonderem Fokus auf die Produktion von Karl V. und Karl VI. untersuchen. Während eines dreimonatigen Forschungsaufenthaltes in Paris, der vom Deutschen Forum für Kunstgeschichte finanziert wurde, konnten rund 900 Chartas mit Dekoration gesammelt werden. Ziel ist es, mit diesem Material eine vorläufige Geschichte des französischen illuminierten Dokuments in der Datenbank monasterium.net zu präsentieren. Jedes Dokument wird mit einer kunsthistorischen Beschreibung und Klassifizierung versehen. In einem bereits für den kollektiven Ablass entwickelten und zu diesem Zweck modifizierten Glossar (https://www.monasterium.net/mom/index/IllUrkGlossar) werden die über die reine Aufzeichnung hinausgehenden Fragen erläutert. Ziel ist es, neben der positivistischen Materialsammlung auch die verschiedenen Gründe zu erforschen, warum man sich die Mühe gemacht hat, zusätzlich einen Gesetzestext zu dekorieren. Fragen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit, Zusammenhänge zwischen dem sozialen Status des Emittenten/Herstellers/Empfängers. Künstlerische Fragen, warum Farbe in französischen Urkunden und Grisaille als bewusstes Ausdrucksmittel eine so geringe Rolle spielt. Fragen zur Gönnerschaft, insbesondere in den Zeiten von Karl V., werden ein wichtiger Bestandteil der Untersuchung sein. Das gesamte Projekt wird ein neues Licht auf die sozialen, politischen und kulturellen Ziele der französischen illuminierten Charta werfen. Das Studium dieser Urkunden kann wesentlich zu unserem Wissen über die Kunstgeschichte, aber auch über die mittelalterliche Geschichte, Paläographie, Heraldik und Diplomatie beitragen. Da es keine zusammenfassenden Publikationen zu diesem Thema gibt, ist die Präsentation des Materials an sich innovativ. Die in Monasterium.net angebotenen digitalen Mittel werden es ermöglichen, die Entwicklungen in Frankreich mit denen in anderen europäischen Ländern zu vergleichen, was heute noch nicht möglich ist. Vor allem ein kunsthistorisches Projekt, ein interdisziplinärer Ansatz ist dennoch zwingend erforderlich. Ein Digital Humanist sollte für die angemessene Präsentation von Metadaten und die Modifikation einer virtuellen Forschungsumgebung sorgen, einschließlich der Erweiterung der zugehörigen, einem so genannten Glossar in monasterium.net. Ein Diplomatiker stellt die Regesten zur Verfügung (kurze wissenschaftliche Zusammenfassung des Inhalts). Als Kunsthistorikerin ist die Bewerberin seit Beginn der Recherche zu beleuchteten Dokumenten an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Oktober 2014 im Team und beschäftigte sich vor allem mit den Sammelindulgenzen aus Avignon. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigten sich mit der französischen Buchmalerei der Zeit um 1400. Ihre Interessengebiete sind die christliche Ikonographie, die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen der Handschriftenproduktion und ihren Auswirkungen auf die Buchmalerei sowie Fragen der Stilgeschichte.
- Laufzeit: 18.10.2024 - 13.01.2026
- Projektleiterin: Lucija Brozic
Dieses Projekt zielt darauf ab, ein mit Gefühlen annotiertes Korpus für historisches österreichisches Deutsch zu erstellen, um bestehende maschinelle Lernmodelle für die Sentimentanalyse (SA), die die automatische Erkennung von Emotionen und Meinungen in Texten beinhaltet, feinabzustimmen (Liu, 2012). Derzeit gibt es eine erhebliche Lücke bei sentimentalen Korpora, die für die Feinabstimmung von Machine Learning-Modellen benötigt werden, wie z.B. Schweter (2020), der auf nicht-annotierten historischen Zeitungen trainiert wurde. Das Projekt wird dazu beitragen, diese Lücke zu schließen, indem ein Zeitungskorpus aus ANNO (Österreichische Nationalbibliothek, 2021) und DIGITARIUM (Österreichische Akademie der Wissenschaften, 2017) annotiert wird, das den Zeitraum von 1800 bis 1938 abdeckt und Titel wie „Wienerisches Diarium“, „Der Wanderer“, „Das Vaterland“, „Neue Freie Presse“, „Arbeiter Zeitung“ und „Illustrierte Kronen Zeitung“ umfasst. Es wird eine detaillierte SA ermöglichen, die Narrative über Migranten und Minderheiten aufdeckt und Vergleiche zwischen verschiedenen politischen Richtungen in Zeitungen ermöglicht.
- Laufzeit: 01.07.2025 - 11.05.2026
- Projektleiterin: Elisabeth Steiner
- beteiligte Personen: Martina Scholger, Melanie Frauendorfer, Sabrina Strutz
Die Joseph von Hammer-Purgstall Korrespondenz widmet sich der Umsetzung der Korrespondenz des österreichischen Orientalisten Joseph von Hammer-Purgstall (1774–1856) als digitale Edition. Die Korrespondenz ist ein eindrucksvolles Zeugnis seines weitreichenden wissenschaftlichen Dialogs und seiner zentralen Rolle in der Orientalistik. Sie erstreckt sich über ganz Europa bis in die USA und nach Indien und stellt eine unersetzliche Quelle für die Geschichte dieser Disziplin dar. Ausgehend von den im Jahr 2018 in fünf Bänden sowohl in gedruckter als auch als PDF-Version publizierten Briefen entsteht derzeit eine digitale Edition, die im Geisteswissenschaftlichen Asset Management System (GAMS) der Universität Graz umgesetzt und publiziert wird. In einem ersten Schritt werden derzeit die bereits publizierten Bände in eine TEI/XML Edition überführt und im Zuge dessen mit standardisierten Metadaten und Normdaten angereichert. Die neue Plattform bietet die Möglichkeit, jeden Brief einzeln zu zitieren und persistent zu adressieren, die Daten werden unter einer Creative Commons BY-NC Lizenz publiziert. Die Ziele umfassen die Anreicherung und Ergänzung mit Metadaten und Normdaten, Konzeption und testweise Implementierung eines Workflows für weitere Briefe und die Publikation und Archivierung in einem zertifizierten Repositorium mit Weiterlieferung an nationale und internationale Aggregationen.
- In Kooperation mit: Akademie der bildenden Künste Wien, Donau-Universität Krems, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Österreichische Nationalbibliothek, Paris-Lodron-Universität Salzburg, Universität Graz (Projektkoordination), Universität Innsbruck, Universität Wien, Technische Universität Wien
- Förderung: BMBWF „(Digitale) Forschungsinfrastruktur“
- Laufzeit: 01.03.2023-30.06.2026
- Projektkontakt: Florian Atzenhofer-Baumgartner, Georg Vogeler
DHInfra.at baut eine Infrastruktur für digital gestützte Forschung in den österreichischen Geisteswissenschaften auf. Sie füllt die Lücke zwischen Standardangeboten in den Kultureerbeinstitutionen (Digitalisierung), im Forschungsdatenmanagement (kuratierte und integrierte Repositorien vs. institutionellen Repositorien), bei Softwarelösungen (fachspezifische Open Source-Produkte), und den HPC-Angeboten für die Natur-, Technik- und Lebenswissenschaften bei der Verarbeitung großer Datenmengen mit maschinellem Lernen. Es werden Geräte zur Digitalisierung (ScanRoboter, Multispektralkamera) und Storage (Ceph) für Repositorien für Daten aus den Kulturerbeinstitutionen sowie GPU-Cluster für Forschung mit und produktiven Einsatz von Machine Learning-Verfahren beschafft und implementiert. Open Source Software wird den spezifischen Bedürfnissen der Community angepasst und weiterentwickelt. Das existierende CLARIAH-AT-Konsortium erleichtert Governance und langfristige Pflege der Infrastruktur.
- Laufzeit: 24.01.2022-31.03.2024
- Projektleiter: Christopher Pollin
- Beteiligte Personen: Martina Scholger, Elisabeth Steiner, Walter Scholger
Die Reichskrone des Heiligen Römischen Reiches ist eines der bedeutendsten Symbole der europäischen Geschichte. Sie gehört heute zu den Sammlungen des Kunsthistorischen Museums (KHM) in Wien. Im Rahmen des vom KHM initiierten Projekts CROWN wird eine umfassende Analyse der Reichskrone durchgeführt. Kooperationspartner ist das Zentrum für Informationsmodellierung der Universität Graz.
Ziel der Analyse der Reichskrone ist es, den konservatorischen Status des Objektes zu bestimmen und die Diskussion um den Entstehungskontext des Objektes voranzutreiben. Dazu werden alle Bestandteile der Krone (Platten, Stirnkreuz, Bügel, Edelsteine, Zierelemente etc.) aus naturwissenschaftlicher, konservatorischer und (kunst-)historischer Perspektive analysiert.
BEISPIEL
Eine „Hochfassung für Perle mit Einsteckstiften“ ist eine Komponente an einer Platte der Reichskrone. Dabei handelt es sich um eine 30 x 30 x 20 mm große Fassung aus Gold. Fünf Punkte auf dieser Fassung werden jeweils mit drei Analyseverfahren untersucht: 3D Mikroskopie, Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF) und Multispectral Imaging (MSI).
Jede Analyse umfasst eine Beschreibung des Messvorgangs, tabellarische Messdaten und Ergebnisse in Form von Diagrammen, sowie eine (kon-)textuelle Interpretation der Messung durch die Fachwissenschaftler*innen.
WORKFLOW
Beschreibung, Analyseergebnisse und Verknüpfungen der einzelnen Komponenten der Reichskrone mit Sekundärquellen sind Forschungsdaten. Diese werden in The Museum System (TMS) erfasst. Zur FAIRification dieser Sammlungsdaten als eine Linked Open Data Ressource sind folgende Arbeitsschritte notwendig:
- Anforderungsanalyse und Modellierung unter Einbeziehung bestehender Modelle (CIDOC-CRM, CRMsci, BFO, Linked Art).
- Normalisierung über kontrollierte Vokabularien (Getty, GND etc.) und Public Knowledge Graphs (DBpedia, Wikidata)
- Transformation & Mapping des CSV-Exports aus TMS mit Python (RDFlib)
- Semantic Enrichment durch Reconciliation und automatisierter Verschlagwortung von Freitextfeldern.
- Publikation & Langzeitarchivierung über das Geisteswissenschaftliche Asset Management System (GAMS) mit anforderungsspezifischem Frontend.
BEST PRACTICES
Alle Sammlungsbereiche des KHM geben ihre Daten in TMS ein. Neben den „klassischen“ Datenfeldern zur Objektbeschreibung werden auch spezifische Forschungsfragen verfolgt. Im Falle der Reichskrone sind dies z. B. die Analyseverfahren und deren Interpretation. Ein Mapping auf Linked-Open-Data-Vokabulare allein reicht nicht aus, um den Anforderungen gerecht zu werden.
Dementsprechend ist es notwendig, einen Best-Practice-Workflow zu entwickeln, der es ermöglicht, komplexere Sachverhalte aus einem TMS-System in nachnutzbare Forschungsdaten zu überführen. Die Entwicklung dieser Best-Practices wird 2023 durch CLARIAH-AT gefördert.
Projektkontakt: Christopher Pollin, christopher.pollin(at)uni-graz.at
- Laufzeit: 14.01.2025 - 17.02.2026
- Projektleiter: Walter Scholger
10. Tagung der Tagungsreihe "Digitale Bibliothek", veranstaltet von unserem Institut, der Universitätbibliothek Graz und EuropeanaLocal Austria.
Siehe: https://conference.ait.co.at/digbib/index.php/digbib2024/digbib2024
- Gefördert durch: FWF
- Laufzeit: 2022-2025
- Projektwebsite: https://historical-job-ads.uni-graz.at/de/ueber-das-projekt/
Die Entstehung eines ausdifferenzierten Arbeitsmarkts in Österreich
Das Projekt Historical Job Ads untersucht anhand von Stellenanzeigen aus etwa 100 Jahren (1850-1949), wie sich der österreichische Arbeitsmarkt entwickelt und ausdifferenziert hat. Dafür nutzen wir das Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek, die bereits digitalisierte Versionen vieler österreichischer Zeitungen zur Verfügung stellt. Aus diesem Fundus verwenden wir die Anzeigenseiten der 29 auflagenstärksten deutsch-sprachigen Zeitungen und isolieren die einzelnen Stellenanzeigen. Während das menschliche Auge Stellenanzeigen sehr schnell erkennt, muss ein Algorithmus darauf trainiert werden, was angesichts der unterschiedlichen Struktur, Größe und Aussagen der Stellenanzeigen eine größere Herausforderung darstellt. Wir werden aber computergestützte Lösungen finden müssen, weil die knapp 8 Millionen Zeitungsseiten der 29 Zeitungen nicht manuell ausgewertet werden können.
- Gefördert durch: FWF
- Laufzeit: 01.03.2020 - 31.08.2025
- Projektleiter: Georg Vogeler
BeCore ist eine vergleichende Studie über die textlichen und grafischen Zeichen von Autorität und Beglaubigung in mittelalterlichen Urkunden. Sie baut auf den Ressourcen von Monasterium (http://monasterium.net/mom/home) auf, einem Protal zur Publikation und Edition von mehr als 600 000 Urkunden aus ganz Europa, von denen etwa 270 000 mit Bildern der Originaldokumente verknüpft sind. Das Projekt wird neue Korpora in Monasterium integrieren und Werkzeuge zur halbautomatischen Indexierung und Suche in Bildern von handschriftlichen Texten sowie von grafischen und ornamentalen Zeichen implementieren. Sie basieren auf den Ergebnissen früherer Projekte, die sich derzeit in der Endphase befinden (Projekte ORIFLAMMS, ANR-12-CORP-0010 und HIMANIS, Europäisches Projekt Heritage plus, FWF-Illuminierte Urkunden). Damit wird ermöglich, der Zeichen von Herrschaft und Autorität entlang mehrerer Forschungslinien zu untersuchen: die Zeichen selbst, die Verbreitung von Modellen und die Beziehungen zwischen grafischen und textuellen Zeichen. Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator
- Gefördert durch: FWF
- Laufzeit: 01.04.2022 - 30.09.2025
- Projektleiter: Georg Vogeler
- beteiligte Person: Selina Galka
The memoirs of the countess Schwerin were written around 1724 and have survived in two non-identical copies, one found in Aix-en-Provence and one in Vienna. Geographically, the life story narrated in the text stretches from the Dutch countryside to Poland, Warmia, and Silesia, but is centred at the courts of Berlin and Vienna. The text is remarkably dense and multifaceted and allows rare insights into female court networks and “Lebenswelten”. The proposed project aims to combine a scholarly digital edition of this unique source with epistemically motivated research.
- In Kooperation mit dem Institut für Antike
- Gefördert durch: BMBWF, Sparkling Science 2.0
- Laufzeit: 2022-2025
- Projektkontakt: Christian Steiner
SISTE VIATOR – Dies ist häufig auf Grabsteinen zu lesen. Doch was bedeutet die Inschrift? Warum ist sie auf Latein? Aus welcher Zeit stammt sie? Wer hat sie warum in Auftrag gegeben? Wer sollte sie lesen?
Bei lateinischen Inschriften, die aus der Antike bis hin zur Gegenwart in großer Zahl zu finden sind, stellen sich den Betrachtenden heute meist viele Fragen. Sprache, Schrift, Abkürzungen sind rätselhaft, und uns fehlt der geschichtliche Kontext. Dennoch bleiben wir oft stehen, um zu lesen, was dort steht. Und wer SISTE VIATOR auf einen Grabstein meißeln ließ, wollte genau das: „Bleib stehen, Wanderer“ befiehlt die Inschrift. Wir werden also aufgefordert, stehen zu bleiben, uns Zeit zu nehmen und mit der Inschrift in ein Gespräch zu kommen.
Das Projekt [LIDAL] setzt hier an und verfolgt drei Ziele: (1) Wer immer eine lateinische Inschrift findet, ist aufgefordert, sie uns zu melden (Citizen Science). Wir sammeln sie nach zuvor festgelegten Kriterien in einer Datenbank. (2) Der Schwerpunkt liegt darauf, dass Schüler/innen aus Österreich und Deutschland gemeinsam mit uns eine repräsentative Auswahl dieser Inschriften für den Schulunterricht aufbereiten (Text, Übersetzung, Angaben, Fragen/Antworten u.v.m.) und auf einem Webportal veröffentlichen. Schüler/innen sollen mitentscheiden, was erklärt wird. Das Material wird so präsentiert, dass sich ‚Inschriftentouren‘ – real und virtuell – ergeben können, durch die man im ‚Vorbeigehen‘ Informationen erhält und Kompetenzen vertieft. Das kann ein Rundgang zu mittelalterlichen Inschriften in Graz sein, denkbar sind aber auch Touren zur Festigung von Grammatikkenntnissen, zum Erlernen von Vokabeln oder zu neuen Erkenntnissen über Welt- oder Lokalgeschichte – alles individuell vor Ort oder virtuell ‚begehbar‘. Das Webportal soll als innovatives Tool zum digitalen Lernen fächerübergreifend (Latein, Geschichte, Religion usw.) und vor allem zum eigenen Lernen auch außerhalb des Schulunterrichts verwendet werden können. Die Schüler/innen haben ferner die Gelegenheit, ihre Ergebnisse auf einem internationalen Schüler/innenkongress vorzustellen und zu diskutieren. Schließlich (3) sollen wissenschaftliche Untersuchungen z.B. zum Einsatz von Inschriften im Unterricht, zum fächer- und grenzübergreifenden Lernen oder zur Digitalisierung neue Erkenntnisse liefern. Geplant ist zusätzlich, mit Unterstützung der Schüler/innen eine Version von LIDAL zu gestalten, die auf Handys läuft und auch touristisch zum Einsatz kommen kann.
- In Kooperation mit der ÖAW
- Gefördert durch: FWF
- Laufzeit: 2022-2025
- Projektkontakt: Georg Vogeler, Selina Galka
Die um 1724 verfassten Memoiren der Gräfin Schwerin sind eine einmalige Quelle zur Kultur- und Geschlechtergeschichte zweier der wichtigsten europäischen Höfe, nämlich des Kaiserhofs in Wien und des preußischen Königshofes in Berlin. Sie sind in zwei nicht identischen Exemplaren überliefert, von denen sich eines in Aix-en-Provence und eines in Wien befindet. Geografisch erstreckt sich die im Text erzählte Lebensgeschichte von den niederländischen Landen bis nach Polen, Ermland und Schlesien, hat aber ihren Schwerpunkt an den Höfen von Berlin und Wien. Der Text ist bemerkenswert dicht und vielschichtig und erlaubt seltene Einblicke in weibliche Hofnetzwerke und Lebenswelten.Ziel des Projektes ist eine digitale Edition, die die einzigartige Quelle mit erkenntnistheoretisch motiviert Forschung verbindet. Die Benutzeroberfläche soll es erlauben, unterschiedliche Textvarianten den Faksimiles gegenüberzustellen. Die Texte werden mit modernen digitalen Technologien aufbereitet und mit Normdaten angereichert; außerdem soll der umfangreiche wissenschaftliche Kommentar als flexible Datenbank organisiert werden. Zentral für das Projekt ist die Visualisierung der aus den Texten extrahierten sozialen Netzwerke. Die digitale Erschließung der Texte ermöglicht es zudem, unterschiedlichste computergestützte Textanalyseverfahren anzuwenden, wie zum Beispiel Topic Modelling.
- Gefördert durch: FWF (I 6133) (Internationales, Joint Projects)
- Laufzeit: 01.01.2023-31.12.2025
- Projektleiter: Roman Bleier
- https://compendium-historiae.uni-graz.at/de/
Das internationale Forschungsprojekt, an dem die Universität Tübingen, Universität Wuppertal, Universität Graz, University College London, Università Ca’ Foscari di Venezia beteiligt sind, vereint die Disziplinen der Kunstgeschichte, lateinischen Philologie, mittelalterlichen Geschichte, Editionswissenschaft und digitalen Geisteswissenschaft. Die Ziele des Vorhabens sind (1) ein umfassender Überblick über Überlieferung von Peter of Poitiers' Compendium historiae in genealogia christi, (2) eine Analyse der graphisch-synoptischen Metastruktur sowie der in diese einbetteten Texte, Diagramme und Bilder (mit einer Erfassung der Varianten), (3) eine auf ausgewählten Zeugen basierende digitale wissenschaftlich-kritische Edition, und (4) eine Erforschung relevanter Kontexte. Mit der Entwicklung der digitalen Edition wird methodisch Neuland betreten, wenn es um die adäquate Repräsentation diagrammatischer Werke durch einen formalisierten und navigierbaren knowledge graph geht, der die Varianten des Werks als individuelle Realisierungs- und Überlieferungsformen durch innovative Visualisierungstechnologien repräsentiert. Das Projekt wird einerseits eines der visuell innovativsten und einflussreichsten Werke des Mittelalters zugänglich machen und neues Licht auf die Geschichte der Visualisierung von Wissen werfen. Es wird andererseits ein Modell bereitstellen, mit dem Werke komplexer graphischer Struktur künftig ediert und zugänglich gemacht werden können.
- Gefördert durch: Bund (Ministerien)
- gemeinsam mit dem Institut für Antike der Universität Graz
- Laufzeit: 01.10.2020 - 29.12.2023
- Projektleiterin: Elisabeth Trinkl
- Beteiligte Personen: Stephan Karl, Julia Martin, Jennifer Semler
Im Rahmen des vom BMBWF (Bundesministerium Bildung, Wissenschaft und Forschung) geförderten Projektes DiTAH (Digitale Transformation der österreichischen Geisteswissenschaften) entsteht am Institut für Antike in Kooperation mit dem Institut Zentrum für Informationsmodellierung / ZIM ein Virtuelles Museum der Archäologischen Sammlungen der Universität Graz. Ziel des Projektes ist die prototypische Umsetzung eines Virtuellen Museums. Diese wird in vier Schritten erfolgen: 1.) Digitalisierung der als Ensemble denkmalgeschützten Sammlungsräumlichkeiten im Universitätshauptgebäude, 2.) Dokumentation der Gipsabgüsse durch hochaufgelöste 3D-Modelle, 3.) Kompilierung relevanter Daten zur Erwerbungsgeschichte der Gipsabgüsse mit einem Schwerpunkt auf die Erwerbungen vor 1900 sowie Einpflegung in eine Datenbank und 4.) Generierung einer modularen Struktur für ein Virtuelles Museum, in der Objekte und Räumlichkeiten online zugänglich gemacht werden können. Die Arbeiten werden unter direkter Einbindung von Studierenden durchgeführt und durch einschlägige Lehrveranstaltungen am Institut für Antike (M. Christidis, M. Lehner) und am Institut Zentrum für Informationsmodellierung (Ch. Zuanni) begleitet. Video zum Projekt auf YouTube: Cast Collection of the University of Graz
- Gefördert durch: Bund (Ministerien)
- Laufzeit: 01.04.2020 - 31.03.2023
- Projektleiter: Georg Vogeler
- Beteiligte Personen: Carina Koch, Helmut Werner Klug, Gerlinde Schneider, Elisabeth Raunig
- In Kooperation mit dem Institut für Rechtsphilosophie und der Medizinischen Universität Graz
- Laufzeit: 2009 - 2022
- Projektkontakt: Walter Scholger
In den Projektkontexten des Instituts sieht man sich immer wieder mit rechtlichen Fragen, vor allem in Bezug auf den Umgang mit dem Urheberrecht bei digitalen Quellen, konfrontiert. In Zusammenarbeit mit Elisabeth Staudegger vom Institut für Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie und Rechtsinformatik und Reinhard Staber von der Medizinischen Universität Graz münden die Bemühungen nunmehr in der Erstellung eines Ministerialentwurfs seitens des Forums Neue Medien in der Lehre Austria zur Änderung der diesbezüglichen Gesetzeslage in Österreich.
- Gefördert durch: FWF
- Laufzeit: 01.04.2020 - 31.12.2021
- Projektleiter: Helmut Klug
- Beteiligte Personen: Helmut Jungwirth, Heide Beranek-Knauer, Fritz Treiber, Elisabeth Raunig, Christian Steiner, Astrid Böhm, Christopher Pollin, Ylva Schwinghammer
Wissenschaftskommunikation aus den Geisteswissenschaften mit sozial-integrativem Zugang: “Science Ink” Im geplanten Vorhaben sollen Aspekte der mittelalterlichen Kulinarik und Methoden der digitalen Geisteswissenschaften für eine vorwiegend junge, wenig universitätsaffine Zielgruppe aufbereitet werden. Diesen Menschen, die nicht zur primären Zielgruppe von Wissenschaftskommunikation zählen, soll die Arbeit von Wissenschaftlern an einer Universität und einzelne Inhalte der Geisteswissenschaften näher gebracht werden. Bei einem derartigen Zielpublikum ist die direkte Vermittlung von Forschung nicht der richtige Weg. Daher wird Wissenschaft mit einem thematisch nicht verwandten, und in der Gesellschaft noch immer kontroversen Alltagsthema kombiniert, um ein Interesse der Zielgruppe über diesen Zugang zu wählen. Als Hauptprodukt des Projekts ist eine serienartige Abfolge von Videoclips im Stil einer Doku Soap (“Science Ink”) geplant, die als Setting ein Tattoo-Studio hat. In dieser Umgebung sprechen der Tätowierer und der Wissenschaftler über ihre Arbeit und können so vertiefende Erklärungen zu unterschiedlichen Themen einfließen lassen. Bei der Produktion der Filmclips werden spezielle Interessen der Zielgruppe, aktuelle Video- und Youtube-Trends, Erklärvideomethoden und Aspekte der Wissenschaftskommunikation kombiniert; Wissenschaft fließt in das Gespräch über “Einblendungen” ein und so werden auch andere Locations (zB. Büro, Lehrsaal, Küche) eingeführt. In dieser Rahmenhandlung werden wissenschaftliche Inhalte zur mittelalterlichen Ernährung, Kochanleitungen für historische Speisen und Forschungsansätze der Digital Humanities und natürlich Informationen zum Tätowieren vermittelt. Die Kombination mit diesem Thema rückt die wissenschaftlichen Themen ins Zentrum des Interesses der Zielgruppe und unterstützt zudem die Sichtbarkeit der Videoclips in den jeweiligen Publikationsmedien, indem sie diese zuerst auffindbar und dann interessant machen. Die Videoclips werden primär über Youtube veröffentlicht und, um die primäre Zielgruppe aktiv zu erreichen, in einem Jugendzentrum präsentiert. Als Derivate werden die Videoclips außerdem in kleinere inhaltliche Einheiten geschnitten (Erklärvideo, Kochvideo), die dann zusätzlich in den üblichen bereits erprobten Kontexten verwendet und Disseminationskanälen verteilt und damit den erpropten Zielgruppen (wissenschaftsaffinen Menschen) zur Verfügung gestellt werden können. Darüber hinaus werden zusätzlich zu den Videoprodukten essayistische Zusammenfassungen der wissenschaftlichen Inhalte und didaktische Module für die Vermittlung der Inhalte in der Schule angeboten. Die Videoclips werden immer in Kombination mit einer interaktiven Website zur spielerischen Erforschung der Projektinhalte angeboten, sodass sofort die Möglichkeit der Interaktion mit den Wissensinhalten gegeben ist. Für einen Hands-on-Zugang zu den Inhalten wird ein Kochkurs im Offenen Labor der Universität Graz konzipiert, in dem die Rezepte aus den Videoclips in wissenschaftlicher Begleitung ‘erkocht’ werden können.
- Gefördert durch: FWF
- Laufzeit: 01.04.2020 - 31.03.2021
- Projektleiter: Helmut Klug
- Beteiligte Personen: Helmut Jungwirth, Heide Beranek-Knauer, Fritz Treiber, Elisabeth Raunig, Julia Martin, Astrid Böhm, Christopher Pollin
Die Plattform Schreiben versteht sich als interdisziplinärer Raum für einen theoretischen, methodologischen, praktischen und begrifflichen Austausch zur Schreibforschung unter Beteiligung von Forscherinnen und Forschern der Digital Humanities, der Literatur- und Kulturwissenschaften, der Kunstwissenschaften, Schreib- und Fachdidaktik und Soziologie. Die Plattform fungiert als interdisziplinäre Schnittstelle zwischen dem Zentrum für Kulturwissenschaften, dem Zentrum für Informationsmodellierung (ZIM), dem Fachdidaktikzentrum (fdz), dem Forschungsbereich Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (AVL) und dem Schreibzentrum der Universität Graz. Ziel ist es, unterschiedliche Fragen, methodologische Modelle und Begrifflichkeiten der Schreibforschung zusammenzuführen und im pluriperspektivischen Austausch auf ihre Möglichkeiten für den jeweiligen Objektbereich hin zu befragen und weiterzuentwickeln. Zu diesem Zweck organisiert die Plattform regelmäßig interne wie öffentliche Veranstaltungen zu zentralen Fragen des Schreibens.
Die Plattform wird vom Zentrum für Kulturwissenschaften koordiniert.
- Gefördert durch: Internes Projekt/Hochschulraumstrukturmittel
- Laufzeit: 2015-2016
- Projektkontakt: Elisabeth Steiner
2014 erschienen die Texte der Gründungsurkunde der Universität Graz und kaiserlichen und päpstlichen Bestätigungen sowie Beschreibungen der Insignien der Universität Graz in Buchform. Die wesentlichen Inhalte der Publikation wurden in eine digitale Darstellungsform überführt und finden zusätzlich zu einer eigenständigen Präsentation auch Eingang ins Portal „Repositorium Steirisches Wissenschaftserbe“.
- Gefördert durch: Internes Projekt/Hochschulraumstrukturmittel
- Laufzeit: 2010-2016
- Projektkontakt: Elisabeth Steiner
Das Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde der Universität Graz verwahrt eine Sammlung mit Abklatschen von lateinischen und griechischen Inschriften. Diese wurden am Digitalisierungszentrum der UB Graz photographiert und digital aufbereitet und die darauf abgebildeten Inschriften von fachwissenschaftlichen BearbeiterInnen transkribiert, übersetzt und ausführlich kommentiert. Das ZIM verwaltet und archiviert sowohl die Digitalisate wie auch die Erschließungsdaten, sodass die Sammlung für Forschungs- und Lehrzwecke zur Verfügung steht.
- In Kooperation mit dem Institut für Slawistik
- Laufzeit: 2008 -
- Projektkontakt: Gerlinde Schneider
Auf Basis der IMS Corpus Workbench des Instituts für Maschinelle Sprachverarbeitung der Universität Stuttgart wurde in diesem FWF-Projekt für das Institut für Slawistik eine Struktur zum Aufbau von multimodalen Parallelsprachkorpora geschaffen, wobei in Planung, Konzeption und Umsetzung des Workflows zum Aufbau des Sprachkorpus, dem im Projektantrag festgeschriebenen Anspruch nach Masseningestierung von Dokumenten ebenso besondere Berücksichtigung zukommen musste, wie Aspekten einer AMS (=Asset Management System) gesteuerten Verwaltung der Korpustexte.
- Laufzeit: 2016-2017
- Projektkontakt: Helmut Klug
Paolo Santonino bereist mit einer Reisegruppe unter der Führung des Bischofs von Udine in drei Reisen Osttirol, Kärnten, Krain und die ehemalige Mark an der Sann. Santonino beschreibt diese Reisen, die in den Jahren 1485-87 stattfanden, die Landschaft und die Leute in den kleinsten Details und führt u.a. zu jedem Mahl, das serviert wurde, die Namen der Speisenden sowie die einzelnen Gänge an. Das Projekt stellt die ersten zwei Reisen als elektronische Ressource zur Verfügung.
- Gefördert durch: Internes Projekt
- Laufzeit: 2018-2019
- Projektkontakt: Sanja Saric
Der Gegenstand des Projektes „Krieg und Medienwandel“ sind Druckmedien, die als gemeinsamen Redegegenstand und Redezeit den Schmalkaldischen Krieg (1546-1547) oder den Ersten Französichen Religionskrieg (1562-1563) haben. Zu diesen zwei Ereignissen hat Univ.-Prof. Dr.phil. Gabriele Haug-Moritz die digital und im Druck verfügbaren bibliographischen Ressourcen untersucht und zudem eine Datensammlung zu 551 Drucken für den Schmalkaldischen und 527 für den Ersten Französichen Religionskrieg erstellt. Im Rahmen des Projektes sollen ein TEI-Modell sowie eine Webansicht dieser Daten erstellt werden.
- Gefördert durch: Land Steiermark
- Laufzeit: 2017-2019
- Projektkontakt: Helmut W. Klug
Regionale Ernährung, nachhaltige Lebensweise und Gesundheitsprophylaxe sind für die SteirerInnen des 21. Jahrhunderts von großer Bedeutung. Das war aber auch im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit so: Diese Thematik hat nicht nur im historischen Lebensalltag, sondern auch in der Fachliteratur dieser Zeit einen zentralen Stellenwert. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist die Handschrift Ms. 1609 der Grazer Universitätsbibliothek aus dem späten 15. Jahrhundert. Im Projekt 'Mittelalterlabor' werden genau diese Themen auf Basis von germanistisch-mediävistischen und digital-geisteswissenschaftlichen (Digitale Edition) und wissenschaftskommunikatorischen Methoden aufbereitet. Auf Basis der Inhalte der spätmittelalterlichen Handschrift wurden vier Kursmodule zur laiengerechten Wissensvermittlung und praktischen Anwendung entwickelt: Ernährung, Medizin, Nachhaltigkeit, Mentalität. Diese Kurse bilden ein weiteres Mitmachlabor der Geisteswissenschaften im Rahmen des Offenen Labors an der Universität Graz.
- Gefördert durch: Geisteswissenschaftliche Fakultät der Universität Graz
- Laufzeit: 2018-2019
- Projektkontakt: Sean Winslow, Gerlinde Schneider
Ziel dieses beim FWF zu beantragenden Projektes ist die Entwicklung einer Datenbank zur Identifizierung, Katalogisierung und Datierung von äthiopischen Buchbindewerkzeugen und Einbanddekorationen. Die Madgwas-Datenbank soll eine erweiterbare Ressource sein, die es durch den Einsatz semantischer Technologien ermöglicht, Relationen zwischen einer großen Anzahl von Werkzeugen und dekorativen Mustern sowie individuellen Manuskripten herzustellen und zu visualisieren. ForscherInnen soll es so ermöglicht werden, eine zeitliche Einordnung der Manuskripte erlauben. Das Projekt wird die zunehmende Bereitstellung von digitalen Faksimiles durch internationale Bibliotheken über die Schnittstellen des International Image Interoperability Framework (IIIF) nutzen, was neben dem Einsatz eines RDF Datenmodells und eines Triple Stores zur Datenhaltung die Verknüpfung mit domänenspezifischen Web Ontologien wie auch weiteren Projekten der Äthiopistik oder der Kodikologie ermöglicht.
- Gefördert durch: FWF
- Laufzeit: 2019 - 2020
- Projektkontakt: Helmut Klug
Im geplanten Vorhaben sollen Aspekte der mittelalterlichen Kulinarik und Methoden der digitalen Geisteswissenschaften für eine vorwiegend junge, wenig universitätsaffine Zielgruppe aufbereitet werden. Diesen Menschen, die nicht zur primären Zielgruppe von Wissenschaftskommunikation zählen, soll die Arbeit von Wissenschaftlern an einer Universität und einzelne Inhalte der Geisteswissenschaften näher gebracht werden. Bei einem derartigen Zielpublikum ist die direkte Vermittlung von Forschung nicht der richtige Weg. Daher wird Wissenschaft mit einem thematisch nicht verwandten und in der Gesellschaft noch immer kontroversen Alltagsthema kombiniert, um ein Interesse der Zielgruppe über diesen Zugang zu erreichen. Als Hauptprodukt des Projekts ist eine serienartige Abfolge von Videoclips im Stil einer Doku Soap (“Science Ink”) geplant, die als Setting ein Tattoo-Studio hat. In dieser Umgebung sprechen der Tätowierer und der Wissenschaftler über ihre Arbeit. Bei der Produktion der Filmclips werden spezielle Interessen der Zielgruppe, aktuelle Video- und Youtube-Trends, Erklärvideomethoden und Aspekte der Wissenschaftskommunikation kombiniert; Wissenschaft fließt in das Gespräch über “Einblendungen” ein, in denen andere Locations (zB. Büro, Lehrsaal, Küche) eingeführt werden. In dieser Rahmenhandlung werden wissenschaftliche Inhalte zur mittelalterlichen Ernährung, Kochanleitungen für historische Speisen und Forschungsansätze der Digital Humanities und natürlich Informationen zum Tätowieren vermittelt.
- Gefördert durch: ÖAW | go!digital Next Generation
- Laufzeit: 2019 - 2021
- Projektkontakt: Sebastian Stoff
NAMPI wird eine semantische RDF-Datenbank erstellen, die von der von Pasin & Bradley entwickelten Factoid-Modell-Ontologie unterstützt wird, und die zusammen mit zusätzlichen inhaltsorientierten Ontologien eine genaue Darstellung der Leben der frühneuzeitlichen Nonnen und Mönche ermöglicht. Diese Daten werden den Forscherinnen und Forschern zur Verfügung gestellt und von anderen Projekten durch eine moderne und gut dokumentierte REST-API und eine auf der API basierende Website wiederverwendet.
- Laufzeit: seit 2016
- Projektkontakt: Georg Vogeler
Hermann Grotefend (1845-1931) schuf mit seiner „Zeitrechnung des deutschen Mittelalters und der Neuzeit“ ein Standardwerk für die Auflösung von historischen Datumsangaben. Anfang des 21. Jahrhunderts hat Dr. Horst Ruth dieses Werk mit dem Heiligenverzeichnis und den Kalendern retrodigitalisiert. Diese Retrodigitalisierung dient als Grundlage für dieses Projekt, mit dem Ziel die Daten für das Semantic Web als Linked Open Data zu modellieren. RDF hilft dabei diese Informationen so aufzubereiten, dass sie zwischen Systemen ausgetauscht werden können und dabei ihre ursprüngliche Bedeutung erhalten bleibt. Inhaltliche Aussagen werden dabei über ‚Triples‘ ausgedrückt, wofür die Verwendung von Linked Open Data- Vokabularien bevorzugt werden. So kann die Datenbank auch einfach um die RDF-Repräsentation historisch belegter Kalendarien erweitert werden. Zusätzlich steht mit SPARQL eine Abfragesprache zur Verfügung, die mehr Potential bietet als herkömmliche Volltextsuchen.
- Gefördert durch: FWF, Open Research Data
- Laufzeit: 2017-2019
- Projektkontakt: Georg Vogeler
Das Projekt ist eine Fortsetzung des im Jahr 2017 ausgelaufenen FWF-Projekts "Illuminierten Urkunden als Gesamtkunstwerk" (P 26.706). Die dort auf der derzeit weltweit größten Urkundenplattform „monasterium.net“ entstandende Sammlung mit illuminierten Urkunden wird im Zuge des Open Science Data Projekts des FWF (ORD84) in eine Langzeitarchivierungsstrategie überführt. Das Projekt stellt nun sicher, dass die Daten zu den illuminierten Urkunden im vom Institut für Digitale Geisteswissenschaften entwickelten vertrauenswürdigen und auf Langzeitarchivierung ausgerichteten Repositorium GAMS gesichert werden.
- Gefördert durch: Internes Projekt
- Laufzeit: 2019-2021
- Projektkontakt: Jakob Sonnberger
Die digitale Edition von Transkripten zu Englands letzter öffentlicher Massenvereidigung entstand im Rahmen einer Masterarbeit.
- Gefördert durch: ÖAW (go!digital Next Generation)
- Laufzeit: 06-2019 bis 06-2021
- Projektkontakt: Martina Bürgermeister
Graz wächst im Laufe des langen 19. Jahrhundert (1789-1914) enorm. Das Projekt, das zusammen mit dem GrazMuseum und dem Stadtarchiv Graz umgesetzt wird, beschäftigt sich mit der Entwicklung der Stadt Graz in diesem Zeitraum. Mithilfe eines Geoinformationssystems (GIS) werden die Veränderungen der Stadt, der Prozess der Verstädterung (Urbanisierung) und die Wahrnehmung davon im Laufe der Zeit analysiert. Es werden Stadtpläne von Graz mit Beschreibungen (z.B. aus Reiseführern) und bildlichen Quellen (z.B. Postkarten) aus dem 19. Jahrhundert mit dem aktuellen Forschungsstand verknüpft. So legt das Projekt „BeUrb“ eine Basis für die Analyse städtischer Entwicklung in einer Zeit, die sich stark über radikalen und raschen Wandel charakterisieren lässt.
Das GIS ist ein Tool um Orte und Strukturen zu identifizieren, welche die Stadtentwicklung in der Vergangenheit maßgeblich beeinflussten und bis heute beeinflussen. Das Projekt gibt demzufolge nicht nur einen Ein- und Überblick in und über historische Entwicklungen sowie Begebenheiten, sondern schafft ein besseres Verständnis für das Graz, wie wir es heute kennen. Neben dem Nutzen und Mehrwert des Vorhabens für Forschung und Lehre, werden die web-basierten Projektinhalte auch privaten und touristisch nutzbar sein.
Das Institut ZIM-ACDH ist für die Datenmodellierung der Primärquellen, die technische Umsetzung des GIS und die Webpräsentation zuständig.
- Gefördert durch: ÖAW (go!digital Next Generation)
- Laufzeit: 2019–2021
- Projektkontakt: Martina Scholger
Die journalistische Gattung der Spectators (Moralische Wochenschriften) des 18. Jahrhunderts stellt ein wichtiges Weltkulturerbe aus der Zeit der Aufklärung dar. Die Zeitschriften entsprachen dem demokratischen Ideal, kulturelle und moralische Fragen in nicht-akademischen Kreisen zu verbreiten und Werte der Aufklärung wie Weltoffenheit, Toleranz, intellektuelle Kritik, Selbstreflexion und soziale Verantwortung zu popularisieren. Basierend auf dem bestehenden Textkorpus der digitalen Edition der Spectators zielt diese Kooperation zwischen dem Institute for Interactive Systems and Data Science der Technischen Universität Graz, des Know-Center Graz sowie dem Institut für Digitale Geisteswissenschaften und dem Institut für Romanistik der Universität Graz darauf ab, dieses mehrsprachige Korpus mit computergestützten Methoden der quantitativen Textanalyse zu untersuchen. Damit werden Erkenntnisse über die Verschiebung von Themen über Zeiträume und geografische Entfernung hinweg, sowie über stilistische Merkmale zu Tage gefördert, die in weiterer Folge die Formulierung von Aussagen über Trends und Zeitgeist in den Zeitschriften des 18. Jahrhunderts ermöglichen. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf dem transnationalen Transfer und der Entwicklung dieses literarischen Genres unter Berücksichtigung geographischer, kultureller und zeitlicher Besonderheiten.
Zum Projekt
- Gefördert durch: FWF
- Laufzeit: 2019-2022
- Projektkontakt: Helmut Klug
Ziel ist die Kommentierung und Drucklegung der 24 Hörspiele, des Theaterstücks und des Filmskripts dieses ästhetisch höchst reflexiven Autors. Der Band IV der Werkausgabe wird die Primärtexte sowie die Stellenkommentare enthalten. Zugleich wird der Kommentar online veröffentlicht. Damit wird diese wichtige ästhetische Position innerhalb der österreichischen Literatur in der gesamten Bandbreite ihrer Schreibweisen sichtbar gemacht und eine Hybridedition angeboten, die sich durch Praktikabilität, Handhabbarkeit und einen hohen Nutzerfaktor auszeichnet und damit nicht nur die Bedürfnisse der Literaturwissenschaft, sondern auch die einer interessierten Leserschaft befriedigt. Ein weiteres Ziel ist das Ausloten der Möglichkeiten des Mediums Internet für die Publikation wissenschaftlicher Editionen von Hörspielen. Zusätzlich wird an einer Forschungsplattform zur Ergründung intermedialer Phänomene gearbeitet.
Zum Projekt
- In Kooperation mit dem Institut für Sprachwissenschaft
- Gefördert durch: FWF
- Laufzeit: 01.02.2021 - 31.07.2023
- Projektkontakt: Elisabeth Steiner
- Projektleiter: Bernhard Hurch
- beteiligte Personen: Elisabeth Steiner, Sanja Saric, Maximilian Vogeltanz
Das Projekt Philingk: Vernetztes Wissen zur Fachgeschichte von (Romanischer) Philologie und Sprachwissenschaft ist eine Kooperation zwischen dem Institut für Digitale Geisteswissenschaften der Universität Graz, dem Institut für Sprachwissenschaft der Universität Graz und dem Romanischen Seminar der Universität Zürich. Es beschäftigt sich mit dem Briefwechsel zwischen Gaston Paris und Hugo Schuchardt (185 Briefe) und dessen Bedeutung in der Fachgeschichte der (Romanischen) Philologie und Sprachwissenschaft. Die beiden Korrespondenten sind, obwohl nahezu gleich alt und in vergleichbaren Kontexten wissenschaftlich sozialisiert, sehr unterschiedliche Wege gegangen und haben bis zum Tode Paris’ einen äußerst fruchtbaren epistolarischen Diskurs geführt. Der Briefwechsel wird sowohl analog als auch digital ediert (Hybridedition), in das bestehende digitale Hugo Schuchardt Archiv integriert, kommentiert und beschlagwortet sowie in den Aggregationsserver CorrespSearch der BBAW (Berlin) eingebunden. Ziel ist es, diesen zentralen Bestandteil eines Diskursnetzwerks, das im späteren 19. Jh. existiert hat, virtuell zu repräsentieren, öffentlich zugänglich zu machen (open access) und für neue Forschungsfragen zur Verfügung zu stellen.
- Gefördert durch: FWF
- Laufzeit: 01.01.2020 - 31.12.2022
- Projektleiterin: Martina Scholger
- Beteiligt: Sebastian Schiller-Stoff
Mit dieser Bewerbung für das Hertha-Firnberg-Programm sollen Mittel für meine Forschung zur visuellen Repräsentation jugoslawischer Arbeitsmigranten in Österreich auf der Grundlage des fotografischen Erbes des jugoslawischen Fotografen Jovan Ritopečki (1923-1989) bereitgestellt werden. Österreich in den 1970er und 1980er Jahren bildet den regionalen Fokus, mit einem transnationalen Bezug zum ehemaligen Jugoslawien. Durch eine erstmalige wissenschaftliche Analyse des fotografischen Erbes wird untersucht, wie die jugoslawische Arbeitsmigration in den Fotografien von Jovan Ritopečki visualisiert und durch zeitgenössische soziale Kontexte sowie deren Verwendung geprägt wurde. Die Fotografien werden als Quelle neuer Erkenntnisse über die Sozial- und Alltagsgeschichte im Zusammenhang mit der jugoslawischen Arbeitsmigration befragt. Ein weiteres Ziel ist es, neue visuelle Quellen für Forscher und Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Digitalisierung und öffentliche Präsentation eines repräsentativen Bildbestandes aus dem fotografischen Erbe von Ritopečki im virtuellen "Visual Archive South Eastern Europe" (VASE - gams.uni-graz.at/context:vase) ist integraler Bestandteil des Projekts.
- in Kooperation mit Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich, Kunstuniversität Graz, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Österreichische Nationalbibliothek, Technische Universität Graz, Universität Innsbruck, Universität Klagenfurt, Universität Salzburg, Universität Wien
- Laufzeit: 2017-2019
- Projektkontakt: Helmut Klug
Das Hochschulraumstrukturmittelprojekt zielt auf den Aufbau einer Forschungsinfrastruktur im Bereich der Digitalen Geisteswissenschaften ab. Die Kompetenzen der hochkarätigen Partnerinstitutionen bündeln sich dabei unter Führung des Zentrums zu einem inhaltlichen und strategischen Konzept zur Etablierung einer nationalen, digitalen Infrastruktur für Editionsprojekte, um so den sich wandelnden Anforderungen an eine moderne, digital unterstützte Forschung gerecht zu werden.
Neben der Weiterführung von Digitalisierungsinitiativen und Entwicklungen im Bereich des digitalen Datenmanagements bei den einzelnen Partnern hatte das aus Hochschulraumstrukturmitteln finanzierte Projekt „Repositorium Steirisches Wissenschaftserbe“ auch die Erstellung einer gemeinsamen Webplattform zum Ziel. Hier werden Bestände aller Partnerinstitutionen gemeinsam zugänglich und durchsuchbar gemacht. Neben den direkt aus Hochschulraumstrukturmitteln finanzierten Digitalisierungen und Neuveröffentlichungen werden auch bereits digital vorliegende Bestände der Partnerinstitutionen, sowie auch zusätzlich vom Diözesanarchiv Graz-Seckau und dem Steiermärkischen Landesarchiv, gemeinsam repräsentiert. Die Bestände bestehen aus unterschiedlichsten Quellentypen, von Handschriften, Fotografien oder Museumsobjekten bis hin zu Archivalien. Mit Veröffentlichung im März 2017 verfügt die Plattform über mehr als 27.000 Einträge.
Das Portal bietet ebenfalls Beschreibungen der Sammlungen und Begleittexte zu den Objekten.
Neben einem hochstrukturierten Suchzugang gibt es zusätzlich die Möglichkeit eines virtuellen Rundgangs durch ausgewählte Bestände. Diese kuratierten Touren ermöglichen eine spielerische Auseinandersetzung mit den Objekten und ein „Virtuelles Schlendern“.
Im Zuge des Projektes wurde die zu Grunde liegende Infrastruktur GAMS erweitert. Sie kann nun auch als Datenaggregator fungieren und aus OAI-PMH konformen Datensätzen Objekte im Repositorium erzeugen. Zusätzlich wurden Mechanismen zur Datenanreicherung und Qualitätskontrolle entwickelt.
Weitere Informationen zur großen Herausforderung des Metadatenmanagements und Details zur technischen Umsetzung sind auf der Webseite verfügbar.
- Gefördert durch: Zentrum für Kulturwissenschaften
- Laufzeit: 2021
- Projektkontakt: Martina Scholger
Die digitale Anthologie "Twilight Zones" stellt eine neue Textkompilation aus "liminalen Texten" und deren Analyse durch ein umfangreiches Kategoriensystem zur Verfügung, das innovative Einblicke in die lange Zeit der Jahrhundertwende in Frankreich, Österreich und Deutschland bietet. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Zentrum für Kulturwissenschaften, dem Institut für Soziologie und dem Institut für Digitale Geisteswissenschaften umgesetzt.
- Gefördert durch: Zukunftsfonds Steiermark / Republik Österreich
- Laufzeit: 2019 - 2021
- Projektkontakt: Sebastian Stoff
Das unter der Leitung des Centrums für Jüdische Studien mit Kooperationspartnern (Zentrum für Informationsmodellierung, Fachdidaktik Geschichte und _erinnern.at_) initiierte Projekt verfolgt das Ziel einer georeferenzierten Erschließung von Erinnerungsorten an den Terror und die Opfer des Nationalsozialismus zunächst für das Gebiet der Steiermark, weiterführend jedoch für ganz Österreich. Hierbei besteht der Anspruch über eine bloße Online-Dokumentation der durch Zeichensetzungen manifesten Erinnerungsorte hinauszugehen und in einem interdisziplinären Team neue Formen der Präsentation sowie neue Perspektiven einer digital vermittelten Erinnerungspädagogik zu entwickeln.
- in Kooperation mit dem Literaturarchiv der Universität Salzburg
- Laufzeit: 2017-2021
- Projektkontakt: Christopher Pollin
Das Projekt verfolgt das Ziel, den weltweit verstreuten Nachlass von Stefan Zweig im digitalen Raum zusammenzuführen und ihn einem literaturwissenschaftlich bzw. wissenschaftlich interessierten Publikum zu erschließen. In Zusammenarbeit mit dem Literaturarchiv der Universität Salzburg wird dabei, basierend auf dem dort vorhandenen Quellenmaterial, eine digitale Nachlassrekonstruktion des Bestandes generiert. So entsteht ein strukturierter Bestand an digitalen Objekten, der im Sinne der digitalen Langzeitarchivierung repräsentiert wird, und NutzerInnen orts- und zeitunabhängig zugänglich ist. Das Projekt ist so konzipiert, dass zu einem späteren Zeitpunkt Erschließung und Anreicherung des Quellenmaterials (z.B. digitalen Editionen) möglich werden.
- In Kooperation mit dem Institut für Klassische Philologie
- Gefördert durch: bmwfw - Förderreihe Sparkling Science
- Laufzeit: 2017-2019
- Projektkontakt: Sarah Lang
Das "Grazer Repositorium antiker Fabeln" (GRaF) ist ein Sparkling Science Projekt, das mit aktiver Beteiligung von Schulklassen eine wissenschaftliche Schulausgabe antiker Fabeln erarbeitet, die als digitale Edition auf der GAMS verfügbar gemacht werden wird. Neben fachdidaktischer Aufbereitung werden hierbei auch die Möglichkeiten und Spezifika des Mediums der "digitalen Schulausgabe" erforscht.
Ziel des Projektes ist der Aufbau des Webportals (GRaF), also der digitalen Ausgabe einer Fabelauswahl (Phaedrus; Auswahl aus Avian) samt textkritischem Apparat, die mit Vokabelangaben, Übersetzung, Sacherklärungen und Paralleltexten verbunden mit Materialsammlungen zur Unterrichtsgestaltung unter Einbeziehung der Interessen der Lernenden gestaltet ist.
- Gefördert durch: FWF
- Laufzeit: 2019 - 2020
- Projektkontakt: Hans Clausen
In Kooperation mit dem Franz-Nabl-Institut wird in diesem Projekt eine digitale Edition der Dramen Horváths erarbeitet. Neben der Edition der Dramentexte selbst steht deren quantitative Erforschung und Präsentation, u.a. in Form von Figurennetzwerken, im Zentrum der editorischen Arbeit.
- In Kooperation mit dem Institut für Romanistik
- Gefördert durch: FWF, Open Research Data
- Laufzeit: 2017-2020
- Projektkontakt: Gerlinde Schneider und Christopher Pollin
Das Projekt zielt darauf ab, einen offenen Zugang zu einer Reihe von Korpora zu ermöglichen, die im Rahmen der Forschungsgruppe "Research Group on the Interfaces of Adjective and Adverb in Romance" an der Universität Graz erarbeitet wurden. Die gesammelten Korpora werden zu diesem Zweck aktualisiert und in eine allgemeine Datenbank integriert. Um ein Höchstmaß an Kontinuität und Kompatibilität zu gewährleisten, wird die Datenbank mehreren relevanten Standards folgen, die vom European Research Infrastructure Consortium für Sprachressourcen CLARIN ERIC2 festgelegt und gefördert werden. Folgende Aspekte sind für das Projekt von entscheidender Bedeutung: Open Access, Anpassung an internationale Standards, Entwicklung von Standards für das Tagging im Bereich Adjektiv-Adverb und die Verknüpfung der Daten mit weiteren Sprachressourcen über Linked Data.
- Gefördert durch: BMWF, Sparkling Science
- Laufzeit: 2017-2019
- Projektkontakt: Gerlinde Schneider
Dieses Projekt widmet sich in seiner dritten Laufzeit der Erforschung der Voraussetzungen und Dimensionen literarischen Lernens anhand von mittelalterlichen Texten. Der Schwerpunkt der Kooperation mit dem Institut für Germanistik liegt dabei bei der Weiterentwicklung des schon in Vorgängerprojekten entstandenen „Grazer didaktischen Textportals zur Literatur des Mittelalters“. Das Portal stellt die Texte der Steirischen Literaturpfade als Faksimile sowie in ihrer Transkription und Übersetzung zur Verfügung und bietet außerdem gemeinsam mit LehrerInnen, SchülerInnen und Studierenden entwickelte, praxiserprobte Materialien für unterschiedliche Schulstufen und -typen. Die (literarische) Welt des Mittelalters wird so als (außer-)schulischer und digitaler Lernort erschlossen.
- Gefördert durch: go!digital 2.0, ÖAW
- Laufzeit: 2017-2019
- Projektkontakt: Martina Bürgermeister und Georg Vogeler
Das Kooperationsprojekt mit der ÖAW schließt an das gleichnamige Vorgängerprojekt an und sieht vor, das auf der Plattform monasterium.net öffentlich zugänglich gemachte Korpus der "Illuminierten Urkunden", gezielt mit personengeschichtlichen und kunsthistorischen Daten anzureichern und über komplexe Suchanfragen erforschbar zu machen.
- In Kooperation mit der Universität Salzburg
- Gefördert durch: FWF
- Laufzeit: 2017-2019
- Projektkontakt: Carina Koch und Georg Vogeler
Das vom FWF geförderte Projekt zur Medialität diplomatischer Kommunikation untersucht den Schriftverkehr habsburgischer Gesandter in Konstantinopel mit dem Kaiserhof in Wien. Als Hauptquellen dienen Briefe des Diplomaten Johann Rudolf Schmid zum Schwarzenhorn (1590–1667) unter Einbeziehung der Korrespondenzen weitere Residenten in Konstantinopel und das Reisetagebuch von Johann Georg Metzger († 1697), das neben tagtäglichen Ereignissen auch Naturkundliches und Ethnographisches, sowie Kartenmaterial und Skizzen beinhaltet. Die Textquellen werden digital ediert und mit digitalen Mitteln verglichen und analysiert. Regeln der Korrespondenzen, individuelle Darstellungen und das Verhältnis zwischen Autor und Rezipient stellen einen Schwerpunkt für die Betrachtung der Briefe dar. Persönliche Eindrücke und Beschreibungen von Ereignissen werden auch im bisher unveröffentlichten Reisebericht näher betrachtet. Am Institut wird ein dafür nötiges Datenmodell und Visualisierungsmöglichkeiten entwickelt.
- In Kooperation mit dem Institut für Germanistik der Universität Wien
- Laufzeit: 2017-2018
- Projektkontakt: Helmut Klug
Seit 2015 wird am Institut für Germanistik der Universität Wien im Rahmen des FWF-Projekts „Kommentierte Werkausgabe Werner Kofler (Prosa)“ (P 27418) ein Stellenkommentar zu den einzelnen Prosawerken dieses wichtigen österreichischen Satirikers (1947–2011) erarbeitet. Dieser Kommentar bildet die Grundlage des vorliegenden Publikationsprojekts. Der digitale Kommentar ist Teil einer Hybridedition, bei der der Primärtext in Buchform publiziert wird. Der Stellenkommentar umfasst annotiertes Archiv- und Bildmaterial, das über Indices sowie spatiale und temporale Visualisierung zugänglich gemacht wird.
- In Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Laufzeit: 2015-2019
- Projektkontakt: Christian Steiner, Johannes Stigler
Die Kirchenprovinz Salzburg mit ihren Suffraganbistümern Brixen, Freising, Passau, Regensburg und Salzburg war über viele Jahrhunderte hinweg maßgeblich an der kulturgeschichtlichen Entwicklung Österreichs und Bayerns beteiligt. Umso wichtiger ist es, die zahlreich erhaltenen liturgisch-musikalischen Quellen, die ein wichtiger Bestandteil dieses kulturgeschichtlichen Erbes sind, in digitaler Form zu erschließen und wissenschaftlich auszuwerten. Bei der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Libri Ordinarii muss der kritischen Übertragung der lateinischen Texte eine fundierte Analyse der Ursprünge der Liturgie und der Kommentare folgen. Primäre Aufgabe des Projekts wird es sein, die Ordinarii nach TEI zu transformieren. In einem zweiten Schwerpunkt sollen die Sekundärquellen, also die liturgisch und liturgisch-musikalischen Quellen wie Graduale, Missale, Sequentiare, Antiphonare usw. erschlossen und für die Implementation in die Webplattform aufbereitet werden, um hinter den Incipits der Libri ordinarii auch die konkreten Gestalten z.B. eines Gesanges in vollständiger Form und mit musikalischer Notation vor sich zu haben.
- Laufzeit: 17.02.2020 - 31.12.2020
- Projektleiter: Christopher Pollin
- Projektmitarbeiterinnen: Gerline Schneider, Vera Charvat, Elisabeth Raunig
The Spring School LiSeH 2020 (Linked Data and the Semantic Web for Humanities research) takes place from 14.4.2020 - 17.4.2020 at the University of Graz. It is co-organized by the Austrian Centre for Digital Humanities at the Austrian Academy of Sciences and the Centre for Information Modelling – Austrian Centre for Digital Humanities at the University of Graz, as a follow-up to a spring school on the same topic organised in 2019. Semantic modelling and the use of Linked Data and semantic web technologies have become important research practices in the humanities in recent years and are still an emerging field, which has also increased the demand for training in this area. The spring school gives an introduction to the concepts related to the Semantic Web and Linked Data and provides an overview of semantic web technologies and tools with a special focus on the Humanities. The imparting of basics (RDF, SPARQL, ontologies), specific tools and approaches as well as scholarly exchange and networking are integral parts of the training activity. Participation is free of charge and open to 25 students and scholars of all academic stages.
- Gefördert durch: ÖAW
- Laufzeit: 02.02.2020 - 31.12.2020
- Projektleiterin: Martina Scholger
Ziel dieses Projekts ist es, eine "Tool Chain" zur Sentiment Analyse zu entwickeln, die auf mehrsprachige Textkorpora des 18. Jahrhunderts anwendbar ist. Mit einem Fokus auf die lexikonbasierte Sentiment Analyse ist der erste Schritt die Annotation von Texten des 18. Jahrhunderts in Bezug auf die "polarity", d.h. den Grad, in dem einzelne Wörter im Text als positiv oder negativ wahrgenommen werden. Diese Annotation, die von ExpertInnen auf dem Gebiet der Romanistik erstellt wird, ist die Grundlage für die Erstellung neuer oder die Erweiterung bestehender Sentimentlexika in der jeweiligen Sprache. Die so erhaltene Lexika werden anschließend in "Tool Chains" zur Sentiment-Analyse eingesetzt, die dem Stand der Technik in der Verarbeitung natürlicher Sprache entsprechen, aber bisher noch nicht auf den Bereich der digitalen Geisteswissenschaften übertragen wurden. Ein exemplarischer Anwendungsfall mit einem mehrsprachigen Korpus aus dem 18. Jahrhundert und einer Dokumentation soll die Erstellung von zukünftigen "Tool Chains" für andere Projekte erleichtern. Neben der Erschließung des Werkzeugs wird ein dreitägiger Workshops angeboten.
- Gefördert durch: FWF, Hochschulraumstrukturmittel
- Laufzeit: 2017-2020
- Projektkontakt: Elisabeth Steiner
Das Projekt wertet sämtliche auf Inschriften erhaltenen keltischen Götternamen in der römischen Provinz Germania Inferior aus. Das soll zu grundlegenden Erkenntnissen über Entwicklung und Erscheinungsformen der sog. gallo-römischen Provinzialreligion führen. Damit kann aber auch ein wichtiger Beitrag zur Untersuchung der gemeinhin als Romanisierung bezeichneten Prozesse geleistet werden. Neben einer Druckedition entsteht dabei auch ein Online-Korpus der Inschriften, das vom ZIM umgesetzt wird.
- in Kooperation mit dem Institut für Slawistik
- Laufzeit: 2016-2018
- Projektkontakt: Carina Koch
Ziel des Projekts ist der Aufbau einer virtuellen Sammlung von Postkarten aus der Untersteiermark (der heutigen slowenischen Štajerska) aus dem Zeitraum von 1885 bis 1920. Im Mittelpunkt steht dabei die bilinguale Verfasstheit dieser historischen Region, die in diesem Zeitraum zusehends von Nationalitätenkonflikten geprägt wurde. Die elektronische Ressource soll eine Durchsuchbarkeit des Materials nach inhaltlichen wie sprachlichen Kriterien ermöglichen und so zur Erforschung der gemeinsamen Geschichte des von Slowenen und Deutschen bewohnten Raums beitragen. Dafür werden am Zentrum ein Datenmodell, sowie Disseminatoren und diverse Visualisierungsmöglichkeiten entwickelt.
- In Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Laufzeit: 2014-2017
- Projektkontakt: Georg Vogeler und Martina Bürgermeister
Das FWF-Projekt P 26.706 hat sich zum Ziel gesetzt, die illuminierten Urkunden des Mittelalters zu sammeln, auf der Plattform monasterium.net zur Verfügung zu stellen und umfassend zu untersuchen. Es ist gesamteuropäisch ausgerichtet, bewusst interdisziplinär und versteht die Verwendung von Informationstechnologie als zentralen Projektteil.
Materialerfassung, katalogmäßige Erschließung und wissenschaftliche Auswertung werden als Einheit gesehen. Modernste web-basierte Technologien, traditionell-dokumentierende und kulturwissenschaftlich-interpretierende Ansätze ermöglichen gemeinsam neue Erkenntnisse und stellen Material für weiterführende Studien bereit.
- In Kooperation mit dem Institut für Romanistik
- Laufzeit: 2010 - 2017
- Projektkontakt: Martina Scholger
Die journalistische Gattung der „Spectators“ oder Moralischen Wochenschriften, welche in England zu Beginn des 18. Jahrhunderts ihren Ausgang nahm, verbreitete sich bald in ganz Europa, bevor sie zu einem wichtigen Indikator für das Diskurssystem der Aufklärung wurde. Die Inhalte der Moralischen Wochenschriften richteten sich vorwiegend an eine breite urbane Leserschicht. Auf unterhaltsame Weise sollten die Ideen und Wertvorstellungen der Aufklärung mit diesen Schriften verbreitet werden. Damit waren sie auch maßgeblich an der Herausbildung des öffentlichen Meinungsprozesses beteiligt. Dieses Editionsprojekt verfolgt das Ziel, eine zentrale Sammlung für sämtliche europäische Moralische Wochenschriften zu erstellen. Derzeit stehen Darstellungen und Analysen von spanischen, italienischen, französischen, deutschen und englischen Texten zur Verfügung. Dabei werden zahlreiche Perspektiven der Darstellungsebenen und Erzählformen sichtbar gemacht.
- In Kooperation mit TU, KUG, GrazMuseum, Land Steiermark, Diözesanarchiv Graz-Seckau
- Laufzeit: 2014-2017
- Projektkontakt: Elisabeth Steiner
Das aus dem HRSM-Projekt "Repositorium Steirisches Wissenschaftserbe" entstandene Webportal ermöglicht allen Interessierten Zugang zu digital erfasstem Kulturerbe, das an verschiedenen Orten in der Steiermark aufbewahrt und erforscht wird. Die über 25.000 digital vorliegenden Ressourcen können gezielt nach unterschiedlichen Kriterien durchsucht und gefiltert werden. Gleichzeitig bieten Virtuelle Rundgänge die Möglichkeit, sich spielerisch mit den Objekten auseinanderzusetzen und virtuell durch die Sammlungen zu schlendern. Beschreibungen der Partnerinstitutionen und Hintergrundinformationen zum vorliegenden Projekt runden die Präsentation ab.
- In Kooperation mit den Universitätsmuseen
- Laufzeit: 2014-2017
- Projektkontakt: Carina Koch, Elisabeth Steiner
Die von Hans Gross 1895 eingerichtete Sammlung - bestehend aus „corpora deliciti“ - wurde als „Criminal-Museum am Landesgericht für Strafsachen” in Graz gegründet und übersiedelte 1913 an die Karl-Franzens-Universität Graz, wo sie seit der Schaffung des „überfakultären Leistungsbereichs Universitätsmuseen der Karl-Franzens-Universität Graz“ einen der Bestände der Universitätsmuseen darstellt. Im Rahmen des HRSM-Projekts „Repositorium steirisches Wissenschaftserbe“ wurden die Objekte des Hans Gross Kriminalmuseums erstmals nach modernsten museologischen Gesichtspunkten inventarisiert, digital erfasst und abgebildet.
- In Kooperation mit dem GrazMuseum
- Laufzeit: 2014-2017
- Projektkontakt: Carina Koch
Im Rahmen des Kooperationsprojekts „Repositorium Steirisches Wissenschaftserbe“ wird die Postkarten-Sammlung des GrazMuseums online gestellt. Die Inventarisierung der Postkarten wurde bereits mit dem Photoinstitut Bonartes, Wien (2012-2014) vorbereitet. Zusammen mit FachwissenschaftlerInnen wurden inhaltliche und methodische Fragestellungen erarbeitet, wobei das Anliegen handlungsleitend war, spezifische Eigenschaften des Hybridmedientyps „Postkarte“ im Zusammenspiel von Bild und Text zu berücksichtigen. Die digitale Aufbereitung der Postkarten-Sammlung bietet unterschiedliche Zugänge zum Bestand und macht einzigartige Quellen der Grazer Stadtgeschichte der breiten Öffentlichkeit zugänglich.
- Gefördert durch: Internes Projekt/Hochschulraumstrukturmittel
- In Kooperation mit dem Institut für Archäologie
- Laufzeit: 2011 - 2016
- Projektkontakt: Elisabeth Steiner
Die Original- und Abgusssammlung des Instituts für Archäologie wurde 1865 gegründet und ist im Hauptgebäude der Karl-Franzens-Universität Graz im 2. Stock für Besucher öffentlich zugänglich. Im Rahmen des „Repositoriums Steirisches Wissenschaftserbe“ wurden die Daten der bereits online verfügbaren Originalsammlung grundlegend überarbeitet und um einen virtuellen Rundgang ergänzt.
- In Kooperation mit dem Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung
- Laufzeit: 2016
- Projektkontakt: Hans Clausen
Ödön von Horváth ist einer der meistbeachteten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts. Die Projektseite Ödön von Horvath: Historisch-kritische Ausgabe – Digitale Edition fasst die editorischen Bemühungen um sein Werk zusammen. Sie erlaubt einen Einblick in die Methodik der historisch-kritischen Buchausgabe und bietet zugleich eine digitale Edition von Geschichten aus dem Wiener Wald (1931) als Auftakt für die Digitalisierung des dramatischen Gesamtwerks. Ein besonderer Schwerpunkt dieser digitalen Edition ist der Einsatz von Visualisierungstechniken (Netzwerkgraphen) als neues analytisches Hilfsmittel der Digitalen Geisteswissenschaften.
- In Kooperation mit dem Institut für Germanistik
- Laufzeit: 2013-2016 (Kooperation ZIM: 2015)
- Projektkontakt: Hans Clausen
Das Projekt „Dialektkulturen II - Datenbank-Launch, Editionen und Ästhetik“ (FWF-Projektnummer: P 25573-G23) in Kooperation mit dem Institut für Germanistik (Christian Neuhuber, Priv.-Doz. Mag. Dr) hatte zum Ziel, den im vorangegangen Projekt „Dialektkulturen I“ erschlossenen Reichtum bairisch-österreichischer Mundartkunst mithilfe des digitalen Repositoriums GAMS im Sinne einer Langzeitarchivierung digital zu erschließen, zu verwalten und durch die Erstellung einer Projektwebsite einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Dazu wurden die bereits im XML-Standard erfassten Daten (DI Alexander Nussbaumer) in den geisteswissenschaftlichen Datenstandard TEI überführt und als virtuelle Objekte in GAMS angelegt. Da die einzelnen Ressourcen mittels Hyperlinks und RDF-Aussagen miteinander verknüpft wurden, bietet die Projektwebsite dem Nutzer neben einer Suchfunktion auch den vernetzten Zugriff auf das gesamte Korpus bairisch-österreichischer Mundartkunst.
- In Kooperation mit dem Institut für Romanistik
- Laufzeit: 2010-2016
- Projektkontakt: Gerlinde Schneider und Elisabeth Steiner
In Weiterführung des FWF-Projekts „Dictionnaire historique de l’adjectif-adverbe“ des Instituts für Romanistik wird hier unter der Projektleitung von Martin Hummel ein TEI-basierter, morphosyntaktisch annotierter Textkorpus aufgebaut und über innovative Datenstrukturen bzw. Frameworks, für die das Zentrum verantwortlich zeichnet, einer Webrepräsentation zugeführt.
- In Kooperation mit dem Institut für Geschichte
- Laufzeit: 2012 - 2015
- Projektkontakt: Gunter Vasold
In diesem Kooperationsprojekt mit dem Institut für Geschichte der Universität Graz und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (gefördert durch FWF und DFG) geht es darum, Untertanensuppliken in Form einer Datenbank systematisch zu erfassen, zu erschließen und damit einen bisher kaum beachteten Baustein der politischen Ordnung des Alten Reichs zu untersuchen. Die dabei entstandene Datenbank wird im Internet für Sekundäranalysen zugänglich gemacht werden. Im ersten Projektschritt wurde vom ZIMig im Dialog mit den FachwissenschaftlerInnen eine komplexe Datenbank entworfen und ein REST-basiertes Web-Interface für die Datenerfassung und -bearbeitung programmiert.
- In Kooperation mit dem Institut für Volkskunde und dem Institut für Geschichte
- Laufzeit: 2014-2015
- Projektkontakt: Christian Steiner
Das Virtuelle Museum der Universität Graz ist das Abschlussprojekt des Masterstudiums EuroMACHS (Europe, Media, Arts and Cultural Heritage Studies) des Jahrgangs 2012-2014. Ziel des Projektes war die Erarbeitung eines erweiterbaren virtuellen Museums für die in den Instituten verstreuten Sammlungen der Karl-Franzens-Universität Graz. Exemplarisch wurden hierfür einstweilen zwei Sammlungen aus dem Bestand der Universität herangezogen: Die Meringer Sammlung des Instituts für Volkskunde und Kulturanthropologie sowie die Siegelsammlung des Instituts für Geschichte der Karl-Franzens-Universität Graz.
- In Kooperation mit dem Institut für Germanistik
- Laufzeit: 2013-2014
- Projektkontakt: Gerlinde Schneider
Im Rahmen dieses Projektes entsteht eine frei zugängliche, virtuelle didaktische Umgebung, die es LehrerInnen erleichtern soll, das Thema der Mittelalterlichen Literatur im Schulunterricht zu behandeln. Das Portal stellt die Texte der Steirischen Literaturpfade als Faksimile sowie in ihrer Transkription und Übersetzung zur Verfügung und bietet außerdem gemeinsam mit LehrerInnen, SchülerInnen und Studierenden entwickelte, praxiserprobte Materialien für unterschiedliche Schulstufen und –typen. Die (literarische) Welt des steirischen Mittelalters wird so als (außer-)schulischer und digitaler Lernort erschlossen.
- In Kooperation mit dem Institut für Philosophie
- Laufzeit: 2012-2015
- Projektkontakt: Elisabeth Steiner
Das Ziel dieses Projektes des Franz Brentano-Archivs Graz (gefördert durch die Franz Brentano Foundation Boston) besteht in einer ersten Ausbaustufe darin, den gesamten Nachlass des deutsch-österreichischen Philosophen Franz Brentano (1838-1917) in Form von digitalen Faksimileseiner philosophischen Manuskripte und Korrespondenzen der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese digitale Archiv soll in der Folge zu einer textkritischen online-Edition ausgebaut werden, die sich an den Richtlinien der TEI orientiert.
- In Kooperation mit dem Institut für Romanistik
- Laufzeit: 2012 - 2013
In diesem Projekt des Instituts für Romanistik werden erstmalig Texte, die sich der in Ästhetik und Poetik seit jeher konstitutiven Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Wirklichkeit stellen, systematisch geordnet und analytisch aufbereitet. Die Textsammlung fungiert einerseits als Anthologie und umfasst unterschiedliche Gattungen vom 18. bis 21. Jahrhundert. Andererseits ermöglicht ein für das Projekt entwickeltes System der Textanalyse, das auf Kategorien verschiedener Ordnungen, ausgewählten Schlüsselstellen und einem Register basiert, mehrere Zugänge zu den Texten.
- In Kooperation mit dem Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde
- Laufzeit: 2010 - 2013
Das Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde der Universität Graz besitzt als einziges der vergleichbaren österreichischen Institute umfangreiche Sammlungsbestände, darunter auch eine respektable Münzsammlung, welche fast 4000 antike Münzen umfasst. Die Sammlungsbereiche erstrecken sich vom klassischen Griechenland über bedeutsame Bestände hellenistischer und keltischer Münzen bis hin zu völkerwanderungszeitlichen und byzantinischen Objekten. Der Großteil der Sammlung besteht aus römerzeitlichen Prägungen.Die digitale Aufbereitung der Sammlung präsentiert hier im Rahmen des "Onlineportals Alte Geschichte" zu jeder Münze sowohl alle numismatisch relevanten Daten als auch erschließbare archivalische Informationen inklusive Bilder.
- In Kooperation mit dem Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde
- Laufzeit: 2009 - 2012
Mehrere Projekte des Instituts für Alte Geschichte und Altertumskunde verdichten sich hier zu einem Onlineportal Alte Geschichte: „Gewalt in antiken Gesellschaften“, „Zwischen Hellenenbewußtsein und Poliszugehörigkeit“, „Spectatores“, die „Numismatische Sammlung“ sowie die "Epigraphische Sammlung" sind bereits zugänglich, an der Fertigstellung der „Prosophographie der antiken Hetären“ wird derzeit gearbeitet.
- In Kooperation mit dem Institut für Theoretische und Angewandte Translationswissenschaft
- Laufzeit: 2009 - 2012
Im Rahmen einer Longitudinalstudie wird in diesem Projekt prozessorientiert die Entwicklung von Übersetzungskompetenzen untersucht. GAMS unterstützt WissenschaftlerInnen in diesem (FWF-)Projekt bei der Verwaltung und Analyse multimodaler, qualitativer Daten.
- In Kooperation mit dem Institut für Germanistik
- Laufzeit: 2010 - 2011
"Hugo von Montfort – das poetische Werk" ist eine Hybridedition die auslotet, wie ein dichterisches Werk des Mittelalters in seiner multimedialen Form repräsentiert werden kann. Der Text kann in folgenden Formen rezipiert werden: Lesefassung, Augenfassung, Hörfassung, Melodiefassung. Die begleitende Internet-Plattform zur Neuausgabe ist hier erreichbar. Die hier realisierte Augenfassung beruht auf einer graphetisch detaillierten Basistransliteration und verbindet die Transkription mit Bildern der Handschrift.
- In Kooperation mit dem Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde
- Laufzeit: 2010 - 2012
Welche Auswirkungen hatte die ethnische Zugehörigkeit für Bündnispolitik und die Ausbildung von Stereotypen? Wurde diese für Propaganda bzw. Rhetorik eingesetzt? Das vom FWF geförderte Projekt erstellt als Grundlage für dieses Forschungsvorhaben eine kommentierte Quellensammlung in Originalsprache und Übersetzung, die auch anderen wissenschaftlichen Fachrichtungen dienen kann. Die Umsetzung dieser Sammlung in einem XML-basierten System ermöglicht neben der digitalen Veröffentlichung (inkl. eindeutiger Adressierung jedes einzelnen Zitats), der nachhaltigen Archivierung (Inhalte stehen in verschiedenen Kontexten zur Verfügung) und Austauschbarkeit, auch die Erschließung der Inhalte unabhängig von der Fragestellung des Projektes in Zusammenhang mit anderen Sammlungen (siehe "gewalt".)
- In Kooperation mit dem Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde
- Laufzeit: 2009 - 2011
Die Quellensammlung zur Thematik "Gewalt in der Antike" wird von MitarbeiterInnen am Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde in Zusammenarbeit mit WissenschaftlerInnen anderer Forschungsstätten erstellt. Gesammelt, beschrieben und verschlagwortet werden Texte und andere überlieferte Quellen (Bilder, Plastiken, ..) aus der Antike, die in diesem Kontext relevant sind.Gerade in diesem Projekt erweist sich der erprobte Arbeitsablauf (Word-Dokument → TEI-Dokument → Webpublikation) als besonders optimal. Die Quellensammlung und Beschreibung kann ortsunabhängig gemacht werden; die Redaktion und der Aufbau der Sammlung erfolgt in Graz. So kann sukkzessive eine digitale, kategorisierte und öffentlich zugängliche Sammlung entstehen, deren Inhalt zugleich auch für andere Zielsetzungen (Druckwerk, Austauschbarkeit mit anderen Sammlungen - siehe "ethnos", u.a.) zur Verfügung steht.
- In Kooperation mit dem Institut für Geschichte
- Laufzeit: 2010-2011
Das Angebot richtet sich an Studierende des BA-Studiengangs Geschichte und natürlich auch an alle anderen daran Interessierten der KFU. Die Textauswahl stellt bewusst auf diese Zielgruppe ab. Der Aufbau des Lernportals entspricht dem Aufbau des BA- und MA-Studienganges „Geschichte“. Der weitere Ausbau des Angebots für Studierende des MA-Studienganges ist geplant, wird aber von den zur Verfügung stehenden personellen wie finanziellen Ressourcen abhängig sein.
- In Kooperation mit dem Institut für Kunstgeschichte
- Laufzeit: 2009-2011
GINKO ist die offizielle Online-Bilddatenbank des Instituts für Kunstgeschichte der Karl-Franzens Universität Graz. Die Sammlung versteht sich als ergänzende Online-Ressource zur Bild-Recherche für kunstwissenschaftliche Forschung und Lehre. Es werden sowohl solitäre (nur am Grazer Institut vorhandene) Bildbestände als auch individuell angeforderte, digitalisierte Bildmaterialien - nicht in den empfohlenen Datenbanken vorhanden - zur Verfügung gestellt. Sowohl die projektbezogenen Bildsammlungen als auch der allgemeine "Bilderpool" werden im Rahmen der Forschung und Lehre kontinuierlich erweitert.
- In Kooperation mit der Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer
- Laufzeit: 2009-2011
Sie finden hier eine Sammlung von Podcasts zu verschiedenen Themen aus der Forschung und Lehre an der Universität Graz. Dieses Angebot verfolgt das Ziel, mithilfe neuer Medientechnologien die Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte auf eine aktuelle und ansprechende Weise zu fördern. Das Podcast-Portal der Universität Graz ist ein gemeinsames Projekt des Vizerektorats für Studium und Lehre, des Zentrums für Informationsmodellierung in den Geisteswissenschaften und der Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer.
- In Kooperation mit dem Zentrum für Wissenschaftsgeschichte
- Laufzeit: 2011
Online-Edition der Briefe von 1790 bis Ende 1819. Der Orientalist Joseph von Hammer-Purgstall war eine der zentralen Figuren der systematisch-wissenschaftlichen Orientalistik und stand Zeit seines Lebens mit zahlreichen Persönlichkeiten in Korrespondenz, die in dieser Edition mit seinen "Erinnerungen aus meinem Leben" veröffentlicht werden.
- In Kooperation mit dem Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich
- Laufzeit: 2009-2010
Ziel dieser Online-Edition ist es, möglichst sämtliche Bücher, Aufsätze und Artikel von L. Gumplowicz für Interessierte zur Verfügung zu stellen. In der erstveröffentlichten Version werden noch nicht alle Texte zur Verfügung gestellt werden, doch werden laufend Ergänzungen erfolgen. Sämtliche Originaldokumente liegen dabei als TEI-konformes (Text Encoding Initiative) XML-Dokument vor und sind in den Repräsentationsformaten HTML bzw. PDF verfügbar. Die Darstellung ist dem jeweiligen Orignial Seiten- und Absatzgetreu und damit zitierfähig. Die Hervorhebungen sind weitestgehend Originalgetreu wobei die Hervorhebung von Personennamen als Kapitälchen vereinheitlicht wurde.
- In Kooperation mit Instituten für Geschichte der Universitäten Graz und Klagenfurt, Kärntner Landesmuseum, Gurker Domarchiv
- Laufzeit: 2010 - 2011
Gemeinsam mit den Instituten für Geschichte der Universitäten Graz und Klagenfurt, dem Kärntner Landesmuseum und dem Gurker Domarchiv werden hier innovative Wege der multimodalen Repräsentation von Urkunden beschritten, wobei besonders die Möglichkeit der interaktiven Verknüpfung der Transkripte, textkritischen Kommentare und Facsimilies Berücksichtigung findet. Ein FWF-Antrag ist in Vorbereitung.
- In Kooperation mit dem Institut für Mathematik und Wissenschaftliches Rechnen, dem Institut für Geschichte und der Akademie Neue Medien
- Laufzeit: 2009
Das Institut für Mathematik visualisiert und animiert über unser Leitprojekt GAMS mehrsprachig quantenmechanische Grundbegriffe und Themenbereiche. Die Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer stellt (medien-) didaktische Modelle und Materialen zur Verfügung. Die Historische Lernplattform für Studierende am Institut für Geschichte bietet eine Sammlung von Lehrmaterialien zu vier Jahrhunderten Geschichte an.
- Im Auftrag der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, in Kooperation mit dem ZID.
- Laufzeit: 2007-2008
Nachdem mit der Einführung des Informationsmanagementsystems UNIGRAZonline eine einheitliche Datenquelle zur Verfügung steht, ist es nicht mehr nötig, personenbezogene und andere Inhalte (z. B. Sprechstunden, Lehrveranstaltungen, Publikationen,...) in redundanten und wartungsintensiven Datenbanken abzulegen. In Zusammenarbeit mit der TU Graz wurde es dem INIG durch eine Schnittstelle zum UNIGRAZonline ermöglicht, verschiedenste Informationen zu bearbeiten.Die Resultate aus dieser Schnittstelle werden in die Institutsseiten der geisteswissenschaftlichen Fakultät – deren Übersiedelung auf den Webserver und in das CMS des ZID's gerade vorbereitet wird – integriert. Zentraler Einstiegspunkt für diese Informationen wird die MitarbeiterInnenseite (Testseite), die neben Sprechstunden und Telefonnummern nun auch die Zugangsmöglichkeit zu Publikationen, Lehre und Projekten beinhalten wird.
- Im Auftrag der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, in Kooperation mit dem ZID.
- Laufzeit: 2007-2008
Seit der Auflösung der Serviceeinheit GewiLab wurde die Aufgabe der Betreuung der Institutshomepages der Geisteswissenschaftichen Fakultät von MitarbeiterInnen des INIG als zusätzliche Tätigkeit übernommen. Diese Aufgabe wird nun vom ZID wahrgenommen und die Homepages in das ContentManagementSystem der Universität überführt. Diese Übersiedelung wird vom INIG begleitet (Strukturerstellung und Layout) und im Zusammenarbeit mit dem ZID technisch umgesetzt.
- Im Auftrag der Geisteswissenschaftlichen Fakultät
- Laufzeit: 2004 - 2007
- Im Auftrag der Geisteswissenschaftlichen Fakultät
- Laufzeit: 2004 - 2005
- In Kooperation mit der Historischen Landeskommission Steiermark
- Laufzeit: 2008
Mit den hier zusammengestellten 164 Texten beginnt eine Neuedition jener rechtserheblichen mittelalterlichen Dokumente (Urkunden) aus der Zeit bis 1192, welche einen Bezug zur Steiermark aufweisen. Erfasst wird damit jener Zeitraum, in welchem die Steiermark noch nicht in Personalunion mit Österreich verbunden war. Die wissenschaftliche Bearbeitung erfolgt durch em.Univ.-Prof. Dr. Friedrich Hausmann im Auftrag der Historischen Landeskommission für Steiermark.Die publizierten Texte bilden daher (zusammen mit dem jeweils beigefügten wissenschaftlichen Apparat) nur den Anfang eines geplanten größeren Ganzen: einer vollständig erschließbaren, textbasierten Online-Publikation
- In Kooperation mit dem Zentrum für Wissenschaftsgeschichte
- Laufzeit: 2007 - 2008
Die Korrespondenz zwischen Alexander und Emil Rollett sowie wissenschaftliche Briefe aus der Scientific Community an Alexander Rollett, dem ersten Inhaber einer Professur für Physiologie und Histologie an der 1863 eingerichteten Medizinischen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz, erschließen sich über eine Briefedition des Zentrums für Wissenschaftsgeschichte.
- In Kooperation mit dem Zentrum für Wissenschaftsgeschichte
- Laufzeit: 2006 - 2008
Ziel dieses Projektes ist es, einen Reader zur Wissenschaftsgeschichte für Studierende zur Verfügung zu stellen, in den der Inhalt einer Abfolge von Vorlesungen eingebracht wird, die sich mit der Entwicklung von Wissenschaft bis in das 18. bzw. in das 20. Jh befassen. Diese Vorlesungen sollten samt dem gesamten begleitenden Material (biographische Notizen, Bildmaterial, Skizzen, terminologischen Notizen etc.) im Internet zur Verfügung stehen.Für die Umsetzung dieses Projekts werden ein vom INIG entwickelter Workflow (Word-Dokument → TEI-Dokument → Webpublikation) und die dahinter liegenden Informationsverwaltungssysteme (GAMS und BArch) verwendet.
- In Kooperation mit dem Institut für Romanistik
- Laufzeit: 2006 - 2007
Das Projekt umfasst eine digitalisierte Gesamtausgabe der bisher in wissenschaftlichen Fachzeitschriften und Sammelwerken publizierten Aufsätze des Grazer Romanisten Ulrich Schulz-Buschhaus. Die vorliegenden Texte wurden mittels einer vom INIG generierten Formatvorlage in XML kodiert und in der Folge an unserem Institut für die Publikation im Internet (HTML) bzw. als Druckformat (PDF) optimiert. An einer detaillierten Analyse der Texte hinsichtlich verschiedener Lexeme (Namens- und Sachregister, Fachtermini usw.) wird derzeit gearbeitet.
- In Kooperation mit dem Institut für Klassische Philologie
- Laufzeit: 2007
Gegenstand des Forschungsprojekts ist die Recherche und Kategorisierung aller auffindbaren Texte und bibliographischen Angaben zur Antikerezeption an der Grazer Jesuitenuniversität. In enger Zusammenarbeit mit den MitarbeiterInnen des Instituts für Klassische Philologie wurde ein Konzept zur inhaltlichen Strukturierung, die für eine elektronische Edition unumgänglich ist, erstellt. Das INIG ist sowohl für den Workflow (Word-Dokument → TEI-Dokument → Webpublikation), als auch für die technische Umsetzung und die Web-Präsentation verantwortlich.
- In Kooperation mit dem Institut für Österreichische Rechtsgeschichte und Europäische Rechtsentwicklung
- Laufzeit: 2006 - 2007
Die umfangreiche Sammlung von Abbildungen zur Rechtsikonographie wurde im Februar 2007 öffentlich zugänglich gemacht und dient vor allem als Lehrmaterial. Hochwertige, zoombare Grafiken werden durch beschreibende Texte, Datierung, Kategorisierung und Verschlagwortung zu einem Informationspool in Lehre und Forschung.Die Suchfunktion ermöglicht einen benutzerfreundlichen Zugang zu den zahlreichen Abbildungen der Sammlung, die sowohl im Umfang als auch in der Form der Präsentation (Material nach Lehrveranstaltung, Material zu bestimmten Kategorien, Druckausgabe) beliebig erweitert werden kann.
- In Kooperation mit der Abteilung für Allgemeine Pädagogik am Instituts für Erziehungswissenschaft
- Laufzeit: 2006 - 2007
Diese datenbankgestützte Website des Instituts für Erziehungswissenschaft gibt einen Einblick in Biografie, Wirken und Publikationen von Pädagoginnen und Pädagogen aus Österreich bzw. dem osteuropäischen Raum und ermöglicht es einer (inter-)nationalen ForscherInnen-Community webbasiert den Datenbestand zu pflegen.Bereits bestehendes Datenmaterial wurde am INIG in ein neu unter PostgreSQL erstelltes Datenbankmodell importiert und modelliert. Mittels des XML-Frameworks Cocoon werden Datenbankabfragen generiert und über eine einfach zu bedienende Weboberfläche dem Benutzer zugänglich gemacht. Unterschiedliche Sichtweisen auf die Inhalte (Sortierung nach Personen, Fachbereichen und Wirkungsorten) und eine erweiterte Suchfunktion ermöglichen einen benutzerfreundlichen Zugang.
- In Kooperation mit dem Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde
- Laufzeit: 2006 - 2007
Das Quellenarchiv Spectatores stellt den erstmaligen Versuch dar, sämtliche Zeugnisse des griechisch-römischen Altertums zum Thema Zuschauerwesen zu sammeln, benutzerfreundlich aufzubereiten und für verschiedenste Fragestellungen zugänglich zu machen. Darüberhinaus wird die einschlägige Fachliteratur den jeweiligen Quellen zugeordnet.Das gewählte Medium ermöglicht grundsätzlich Ergänzungen und Aktualisierungen, wodurch die gebotenen Informationen stets am neuesten Stand gehalten werden können.
- In Kooperation mit der FH-Joanneum und der WU Wien
- Laufzeit: 2005 - 2006
Der Content-Pool gibt Ihnen einen Überblick über den Stand des Einsatzes Neuer Medien in der Lehre an Österreichs Universitäten und Fachhochschulen und zeigt Ihnen eine "Leistungsbilanz" innovativer, mediengestützter Lehrprojekte. Der Content-Pool will aber auch zur Vernetzung der Akteure und KooperationspartnerInnen beitragen.
- In Kooperation mit dem "Treffpunkt Sprachen"
- Laufzeit: 2001 - 2004
LAMM ist eine datenbankgestützte Sprachlernumgebung, die dzt. ca. 600 Lückentextübungen für 7 Sprachen verschiedenen Lernniveaus umfasst. Die Umsetzung erfolgte mit Java und XML, zur Verwendung des Programms ist lediglich ein Browser und die (in neueren Betriebssystemen bereits integrierte) Java-Runtime-Umgebung nötig.LAMM verfolgt ein offenes Konzept: SprachlehrerInnen können das vorhandene Material nutzen und neue Übungen erstellen und in die Datenbank laden. Die Übungserstellung erfolgt mit einem Wizard, wobei die Lückentexte sehr leicht notiert werden können. So können auch sehr kurzfristig Übungen nach Bedarf erstellt werden.In der derzeitigen Projektphase wird an der Implementierung von multimedialen Hörverstehensübungen und an der Vereinfachung der Client-Software für die Übungsersteller gearbeitet.
- In Kooperation mit dem Institut für Kunstgeschichte
- Laufzeit: 2004
Aufgabe der "Grazer Rezensionsseite" ist die Besprechung von Neuerscheinungen, die das Fach Kunstgeschichte betreffen. Die technische Realisierung, das Design und die Umsetzung als Website (inklusive Volltextsuche und Druckversion) erfolgte am INIG.
- In Kooperation mit dem Institut für Kunstgeschichte
- Laufzeit: 2004
'medienkunst.at' versteht sich als universitär getragene Plattform zur Präsentation und Diskussion aktueller medien- und netzkünstlerischer Positionen. Im Rahmen der Vorstellung und Besprechung repräsentativer Kunstwerke aus speziellen Feldern der Installations-, der Video- oder Computerkunst sowie neuester Tendenzen innerhalb der net.art oder software.art, soll ein wissenschaftlicher Diskurs sowohl zu angesprochenen Kunstformen als auch zu der kunstwissenschaftlich-methodischen Herangehensweise angeregt werden.Die graphische und technische Umsetzung der Website - erschliessbar durch eine Kategoriensuche - wurde mit Cocoon und einer relationalen Datenbank realisiert.
Digitale Transformation der österreichischen Geisteswissenschaften
- In Kooperation mit: Akademie der bildenden Künste Wien, Donau-Universität Krems, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Österreichische Nationalbibliothek, Paris-Lodron-Universität Salzburg, Universität Graz (Projektkoordination), Universität Innsbruck, Universität Wien, Technische Universität Wien
- Laufzeit: 2020-2024
- Projektkontakt: Philipp Hofeneder, Georg Vogeler
- Förderung: BMBWF „Digitale und soziale Transformation in der Hochschulbildung“
Ziel dieses Projektes ist es, die in den Digital Humanities entwickelten Methoden und Ansätze so zu etablieren und aufzubereiten, dass sie in den alltäglichen Gebrauch geisteswissenschaftlicher Forschung und Nachwuchsbildung übergehen können. Zu diesem Zweck werden gemeinsam entwickelte Lösungen in drei großen Themenbereichen geschaffen: Integration der digitalen Infrasuktur, Aufbereitung und niederschwelliger Zugang zu digitalen Methoden und Tools sowie die Vermittlung digitaler Kompetenzen in Wissenschaft und Lehre. Das durchführende Konsortium setzt sich dabei aus Mitgliedern aller namhaften österreichischen DH-Standorten zusammen.
- In Kooperation mit dem Zentrum für Wissenschaftsgeschichte
- Gefördert durch: CLARIAH-AT, Internes Projekt
- Laufzeit: 2024-2025
- Kontakt: martina.scholger(at)uni-graz.at
Die Joseph von Hammer-Purgstall Korrespondenz widmet sich der Umsetzung der Korrespondenz des österreichischen Orientalisten Joseph von Hammer-Purgstall (1774–1856) als digitale Edition. Die Korrespondenz ist ein eindrucksvolles Zeugnis seines weitreichenden wissenschaftlichen Dialogs und seiner zentralen Rolle in der Orientalistik. Sie erstreckt sich über ganz Europa bis in die USA und nach Indien und stellt eine unersetzliche Quelle für die Geschichte der Orientalistik dar. Ausgehend von den im Jahr 2018 in fünf Bänden sowohl in gedruckter als auch als PDF-Version publizierten Briefen entsteht hier eine auf dem Standard der Text Encoding Initiative basierende digitale Edition, die kontinuierlich durch neue Briefe erweitert wird.
- In Kooperation mit dem Institut für Romanistik
- Laufzeit: 2002 - 2003
Based on international cooperation , the 3-year project is designed to collect phraseological units of everyday speech in Spain and Hispanoamerica with the final purpose of devising a dictionary including regionally specific as well as common panhispanic idioms and routine formulae. Detailed descriptions of their meanings/functions, formal properties, restrictions and self-explaining examples should permit both passive and active use of the DFH by foreign-language students and teachers alike.The INIG contributed to this project by creating and implementing a multilingual database model and supplying a GUI client.
- In Kooperation mit dem Institut für Antike
- Gefördert durch: FWF
- Laufzeit: 01.05.2021 - 31.07.2024
- Projektkontakt: Elisabeth Steiner
- Projektleiter: Wolfgang Spickermann
- beteiligte Personen: Werner Petermandl, Gerlinde Schneider, Elisabeth Steiner
- Projektmitarbeiterin: Isabell Stefanie Tscheinig
Die keltischen Götternamen in den lateinischen Inschriften im linksrheinischen Militärgebiet der Germania Superior. Religiöse Erscheinungsformen in einer Kulturkontaktzone (Fortsetzung von P 29274-G25) Die Arbeit am FWF Projekt P 29274-G25: „Die keltischen Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior. Eine Fallstudie zu Religion im Kontext von Kulturkontakt und Kulturtransfer“, hat ergeben, dass eine Fortsetzung der Unternehmung mit einer Ausweitung des Untersuchungsraumes auf den benachbarten nördlichen Teil Obergermaniens und damit einer Ausweitung der Materialbasis äußerst wünschenswert ist. In dem nun beantragten Projekt bleiben Ziele und Fragestellung grundsätzlich die gleichen, doch werden sie mit Sicherheit zu vertieften und auch zusätzlichen neuen Erkenntnissen führen. Es sind folgende Ergebnisse, die, nach Meinung des Antragstellers, einen bedeutenden Fortschritt des Wissenstandes bringen werden: 1. Eine aktuelle Edition des gesamten relevanten Inschriftenmaterials, die in dem im Projekt P 29274-G25 erarbeiteten, neuen digitalen Format online zur Verfügung gestellt wird. 2. Eine detaillierte Gesamtdarstellung sämtlicher keltischsprachiger Götternamen des Untersuchungsgebiets, die bislang nicht existiert und die eine unverzichtbare Grundlage für alle einschlägigen Untersuchungen darstellt. 3. Eine Kontrolle, Vertiefung und Erweiterung der Ergebnisse, die bei der Auswertung und Analyse der keltischen Götternamen der Provinz Germania Inferior gewonnen wurden. Dazu gehören insbesondere die Fragenkomplexe: - Erscheinungsformen und Entwicklung von Kulten in Kulturkontaktzonen, - mentalitätsgeschichtliche Aspekte von Religion in Kulturkontaktzonen, - sozialgeschichtliche Aspekte von Religion in Kulturkontaktzonen, - politische Aspekte von Religion in Kulturkontaktzonen, - Verbreitung der keltischen Sprache nach der römischen Okkupation. Die Erweiterung des bisherigen Untersuchungsraumes „Germania Inferior“ auf die Militärzone um Mainz sowie die Gebiete der Treverer, Vangionen, Nemeter und Triboker bietet sich fast von selbst an. Einerseits weil sie räumlich angrenzt, andererseits aber auch wegen der zum bisherigen Untersuchungsraum ähnlichen – bzw. im Treverergebiet auch teilweise unterschiedlichen – Bevölkerungsverhältnisse. Die Einschränkung auf keltische Götternamen, erklärt sich pragmatisch daraus, dass das beantragte Projekt eine Fortsetzung einer bereits begonnenen Unternehmung mit dieser thematischen Eingrenzung darstellt, sowie grundsätzlich aus einer notwendigen Beschränkung des Arbeitsvorhabens, vor allem aber daraus, dass keltische Götternamen in lateinischen Inschriften ein ergiebiges Untersuchungsfeld für die Fragestellung Religion in Kulturkontaktzonen darstellen. Das beantragte Projekt ist eng verbunden mit dem internationalen Forschungsverbund F.E.R.C.AN., dessen Ziel es ist sämtliche keltischsprachigen Götternamen auf römischen Inschriften zusammenzustellen und zu analysieren.
- In Kooperation mit dem Institut für Germanistik
- Laufzeit: 2012 -
- Projektkontakt: Gunter Vasold
Das Projekt ‚Variantengrammatik des Standarddeutschen‘, gefördert vom FWF unter der Projektnummer I 716-G18, widmet sich der grammatischen, areal bedingten Variation des Deutschen. Während Phänomene des Wortschatzes relativ gut untersucht sind (klassische Beispiele wie Semmel vs. Brötchen), haben die Bereiche der Morphologie und Morphosyntax (etwa: bei jmdm. beantragen vs. jmdm. beantragen) oder der Syntax (etwa: Gut, gibt es Bauern. vs. Gut, dass es Bauern gibt.) bisher kaum Beachtung gefunden. Das Projekt leistet somit eine erstmalige, korpusbasierte Dokumentation grammatischer Unterschiede in einem Handbuch, das sowohl für Laien als auch für wissenschaftliche Zwecke konzipiert sein wird. Das Institut für Digitale Geisteswissenschaften unterstützt den Forschungsprozess durch die Bereitstellung einer virtuellen Forschungsumgebung, die die strukturierte Erfassung, Dokumentation und Interpretation der Forschungsdaten erleichtert.