Termin:
am 24.11.2015 um 12:30 Uhr
Abstract:
Digitale Werkzeuge sind mittlerweile fixer Bestandteil geisteswissenschaftlichen Forschung, nur Spezialwerkzeuge (z.B. Netzwerkanalyse, Datamining) bleiben oft einer kleinen Gruppe an Spezialisten vorbehalten. Die Herausforderung liegt daher nicht mehr in der Nutzung Neuer Medien und auch nicht in der Verfügbarkeit von Daten oder einzelnen Anwendungen, sondern in der sinnvollen Kombination dieser, im methodischen Mehrwert wie auch in einer dem Medium angemessenen für weitere Nutzer nachvollziehbaren und weiternutzbaren Präsentation der Forschungsdaten, der Ergebnisse und des Erkenntnisprozesses.
Um diese Probleme zukünftig bewältigen zu können, bedarf es einer digitalen virtuellen Arbeitsumgebung, in der verschiedenste Daten miteinander kombiniert und mit den unterschiedlichen Werkzeugen analysiert werden können. Hierfür sind neben einer web-basierten Oberfläche gemeinsame Metadaten- bzw. Auszeichnungssprachen ebenso notwendig wie modularisierte und in ihrer Ein-und Ausgabenschnittstellen klar dokumentierte und leicht handhabbare Werkzeuge, sei es im Bereich des Datamining oder der Visualisierung. Der Vortrag wird diese Problematiken aufgreifen und überdies die Frage einer genuin Digitalen Geisteswissenschaft aufwerfen.
Biografie Leif Scheuermann:
Dr. Leif Scheuermann ist Universitätsassistent am Institut für Altertumswissenschaften der Karl-Franzens Universität Graz. Nähere Informationen zu seinen Arbeitsgebieten und Forschungen gibt es am Forschungsportal.